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Sbg: Mehr Notausgänge bei Lärmschutzwänden gefordert

Salzburg: Nach der Massenkarambolage vom 25. März 2008 auf der Westautobahn verlangen die Rettungskräfte, dass mehr Notausgänge in die Lärmschutzwände an den Autobahnen eingebaut werden.

Muss von außen zur Unfallstelle gelangen: Jenen Menschen, die einen Unfall unversehrt überstehen, müsste eine Fluchtmöglichkeit geboten werden. Rettung, Feuerwehr und Polizei sollten die Möglichkeit haben, auch von außen zur Unfallstelle zufahren zu können. Es gibt sie ja bereits, die Notausgänge durch Lärmschutzwände auf den Autobahnen – wie etwa hier an der A1, der Westautobahn, zwischen Salzburg-Kleßheim und Salzburg-Flughafen. Außerhalb des Stadtgebietes dagegen findet man sie seltener oder gar nicht.

„Zugriffsmöglichkeit muss sich ändern“: Das müsse sich ändern, verlangen die Rettungskräfte nach der Massenkarambolage am Attersee. Ein neuer Blickwinkel sei erforderlich: „Aus der Sicht der betroffenen Autofahrer, die sicherlich eine Fluchtmöglichkeit benötigen, aber oft durch diese Wände keine haben und auf der anderen Seite auch durch den Zugriff von Rettungskärften, die von außen kommen müssen. Wir hatten diesmal Glück, weil es auf der Autobahn möglich war, aber das ist nicht immer so. Daher müsste man bei vielen Unfällen für die Zugriffsmöglichkeit von außen erst die Wände abbauen, um helfen zu können“, sagt Gerhard Huber, Salzburger Landesrettungskommandant.

Hallwang installiert Notausgänge: In Hallwang (Flachgau) wird an diesem System bereits gearbeitet. Auf diesem Teilstück der Westautobahn passieren nämlich recht häufig Unfälle. Deshalb haben sich die Straßengesellschaft ASFINAG und die Gemeinde Hallwang entschlossen, beim Neubau der Lärmschutzwände Notausgänge zu installieren.

Notausgänge mindern Qualität nicht: „Sicherheit hat immer Vorrang und man lernt nie aus. Man sollte hier die Autobahnen untersuchen, wo es mit Lärmschutzwänden Probleme geben könnte und dann allenfalls nachrüsten. Bei uns ist es so, dass schon Vorsorge getroffen wird.
Man muss aber darauf Rücksicht nehmen, dass dann nicht jeder Mann auf die Autobahn kann. Es dürfen also nur die Einsatzkräfte entsprechenden Zugang haben“, erklärt der Hallwanger Bürgermeister, Helmut Mödlhammer.
An der Qualität des Lärmschutzes für die Autobahnanrainer werde sich durch die Notausgänge nichts ändern, ist Bürgermeister Mödlhammer überzeugt.

ORF Salzburg

Massenkarambolage vom 25. März 2008

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