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Bgld: Explosion bei Feuerwehrübung in Abbruchhaus: Zwei Verletzte

Jois (Bgld): In Jois (Bez. Neusiedl am See) ist es Sonntagfrüh, 23. März 2008, zu einer Explosion in einem Abbruchhaus gekommen. Zwei Feuerwehrmänner wurden schwer verletzt. Passiert ist das Ganze nämlich im Zuge einer Übung der örtlichen Feuerwehr.

Haus stürzte ein: Das Haus in Jois wurde völlig zerstört. Durch die Wucht der Explosion wurden die Wände nach außen gedrückt, das Gebäude stürzte ein. Zu dem Zwischenfall kam es gegen 8.00 Uhr. Im Rahmen der Übung mit rund 40 Teilnehmern sollte in einem aufgelassenen Kühlhaus, das sich in der Nähe des Feuerwehrhauses befindet, ein Brand simuliert werden.

Bei traditioneller Übung: Die örtliche Freiwillige Feuerwehr führt traditionellerweise am Ostermontag in dem Abbruchhaus eine Übung durch. Im Haus befanden sich der stellvertretende Feuerwehrkommandant und ein zweiter Feuerwehrmann, die das Feuer für die Übung legen sollten. Dabei kam es zu der heftigen Explosion.

Verschüttet und verletzt: Der Feuerwehrmann wurde durch die Wucht weggeschleudert und verschüttet. Er konnte von seinen Kollegen rasch befreit werden. Der leicht Verletzte wurde mit dem Rettungswagen zur Beobachtung ins Krankenhaus Eisenstadt gebracht.

Unter Stahlträger begraben: Schlimmer erwischte es den zweiten Mann, den stellvertretenden Feuerwehrkommandanten. Er wurde unter einem Stahlträger begraben. Er konnte aber ebenfalls rasch geborgen werden. Der Notarzthubschrauber brachte ihn mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus Eisenstadt.

„Riesenknall“ „Was genau passiert ist, kann ich nicht sagen. Wir haben uns im Feuerwehrhaus für die Übung versammelt – dann hat es einen Riesenknall gegeben. Wir sind alle hinaufgerannt und haben gesehen, dass die zwei Personen verschüttet waren. Den einen haben wir ziemlich leicht herausgebracht, den zweiten haben wir dann nach Schwierigkeiten auch mit vereinten Kräften herausgebracht“, sagte der Joiser Feuerwehrkommandant Günter Weber.

Über die Ursache für die Detonation gibt es nur Mutmaßungen: Es könnte sich ein Benzin-Luft-Gemisch im Raum gebildet und entzündet haben, so eine erste Vermutung. Im Haus waren jedenfalls keine entzündlichen Stoffe gelagert. Ein Brandsachverständiger ist im Einsatz.

ORF Burgenland

Bericht der Salzburger Nachrichten
Bei einer Explosion, die sich im Zuge einer Feuerwehrübung im nordburgenländischen Jois (Bezirk Neusiedl am See) ereignet hat, sind zwei Personen verletzt worden. Während Feuerwehrleute in einem Gebäude in der Nähe des Feuerwehrhauses die Vorbereitungen für die traditionelle Ostermontag-Übung trafen, kam es zu einer explosionsartigen Verpuffungsreaktion, bei der das Gebäude zerstört wurde.

Zu dem Zwischenfall kam es laut Feuerwehr gegen 8.00 Uhr. Im Rahmen der Übung mit rund 40 Teilnehmern sollte in einem aufgelassenen Kühlhaus, das sich in der Nähe des Feuerwehrhauses befindet, ein Brand simuliert werden.

Der Stellvertreter des Feuerwehrkommandanten und ein zweiter Feuerwehrmann betraten das Gebäude, um die Übung vorzubereiten. Plötzlich gab es einen lauten Knall. Von dem Gebäude blieb nur mehr ein Trümmerhaufen übrig, die Wände wurden durch die Wucht der Explosion nach außen gedrückt, das Dach brach ein.

Die beiden Feuerwehrleute konnten von ihren Kameraden geborgen werden. Der stellvertretende Kommandant wurde schwer verletzt und mit dem Notarzthubschrauber in das Krankenhaus Eisenstadt geflogen. Ein Rettungsfahrzeug brachte auch den zweiten Verletzten, der laut Feuerwehr leichtere Blessuren erlitten haben dürfte, ebenfalls ins Spital in die Landeshauptstadt. Wie es zu dem Zwischenfall gekommen ist, wurde am Vormittag von Brandermittlern untersucht.

Salzburger Nachrichten

ORF Bericht – Update per 27. März 2008:

Verletzter Feuerwehrmann wieder zu Hause: Einer der beiden Feuerwehrmänner, die am bei einer Explosion im Rahmen einer Übung verletzt wurden, konnte das Spital wieder verlassen. Sein Kollege muss erneut operiert werden. Zur Ursache der Explosion gibt es neue Erkenntnisse.

Ursache -> Neue Erkenntnisse: Es gibt nun auch neue Erkenntnisse im Hinblick auf die genaue Unglücksursache. Zwei Feuerwehrmänner steckten einige Holzpaletten für eine Brandübung mit Altöl und Benzin in Brand.

Ungünstige Luftverhältnisse: Laut Polizei entzündete sich – auf Grund der ungünstigen Luftverhältnisse – das Gemisch und expoldierte.

Weitere Operation erforderlich: Der stellvertretende Ortskommandant wurde zunächst kurze Zeit nach seiner Einlieferung in das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt am Oberschenkel operiert. Er liegt nach wie vor auf der Intensivstation und muss am Dienstagnachmittag nochmals operiert werden – diesmal am Lendenwirbel.

Ursachenforschung geht weiter: Die genaue Ursache für die Explosion ist sowohl nach Angaben des Landesfeuerwehrkommandos Burgenland als auch der Kriminalabteilung der Polizei noch nicht restlos geklärt. Passiert ist das Unglück am Ostermontag gegen 08.00 Früh im Zuge einer Übung der örtlichen Feuerwehr.

Akt an Staatsanwaltschaft: Die zwei verletzten Feuerwehrleute müssen noch von der Polizei befragt werden. Dann geht der Akt an die Staatsanwaltschaft, die prüfen muss, ob eine strafrechtliche Relevanz vorliegt.

ORF Burgenland

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