Technisch

Oö: Tödliche Kollision zwischen Pkw und Transporter in Weng im Innkreis

Weng/Innkreis (Oö): Am 29.03.2008 wurde die FF Weng im Innkreis von der LWZ um 03:02 Uhr zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf der B148 Höhe Fa. Hargassner alarmiert. Weiters wurde um 03:05 Uhr von der LWZ auch die FF Altheim alarmiert.

Um 03:05 rückte das erste Fahrzeug der FF Weng (LFB-A2; Besatzung 1:8) aus. In kurzer Folge folgten das TLF 2000 und das KDOF. Die FF Altheim rückte ebenfalls kurz nach der Alarmierung mit RLF-A 2000 und in weiterer Folge mit LAST und TLF-A 4000 aus. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle wurde vom Einsatzleiter (Pflichtbereichskommandant HBI Gerner Friedrich) folgende Lage festgestellt:

Ein Kleintransporter steht mit starken Beschädigungen in Fahrtrichtung Braunau. Neben dem Fahrzeug liegt eine leblose Person. Ca. 200 Meter weiter liegt ein 7,5 t Lkw seitlich im Straßengraben. Der anwesende Notarzt und Sanitäter kümmern sich um zwei verletzte Personen, offenbar Fahrer und Beifahrerin des Lkws. Es sind keine Personen mehr in Fahrzeugen eingeschlossen. Aus dem Lkw fließen größere Mengen Diesel und Motoröl aus. Die Polizei ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht an der Unfallstelle eingetroffen.

Das Absichern der Unfallstelle und die Errichtung einer örtlichen Umleitung wurde von KDOF Weng und LAST Altheim durchgeführt. Vom LFB-A2 Weng und RLF-A Altheim (in weiterer Folge unterstützt durch TLF Altheim und TLF Weng) wurde die Unfallstelle für den Rettungsdienst ausgeleuchtet und begonnen, auslaufenden Diesel aufzufangen sowie den Brandschutz sicherzustellen. Nachdem die verletzten Personen durch den Rettungsdienst abtransportiert wurden (es waren 2 SEW, NEF Braunau und NEF Simbach an der Einsatzstelle), konnte nach Absprache mit der Polizei mit den Aufräumarbeiten begonnen werden. Nachdem die gröbsten Aufräumarbeiten erledigt waren, konnte die FF Altheim wieder einrücken.

Die Lage des verunglückten Lkws ließ anfangs auf eine kompliziertere Bergung schließen, konnte dann aber mit einem Spezialfahrzeug eines Privatunternehmens relativ einfach durchgeführt werden. Nach der behördlichen Freigabe wurde der Leichnam des Fahrers des Kleintransporters der Bestattung übergeben. Während der Bergung des Lastwagens wurde festgestellt, dass eine größere Dieselmenge ins Erdreich versickert war.

Es wurde seitens der Polizei mit dem Journaldienst der BH Braunau kontakt aufgenommen bzw. von der Einsatzleitung der FF Weng über die LWZ der zuständige Öl-Sachverständige des Landes OÖ angefordert. Bis zum Eintreffen der Sachverständigen wurden von der FF Weng bzw. der Polizei bereits örtliche Bagger- und Transportunternehmen auf Abruf gesetzt, um bei Bedarf schnell auf diese zurückgreifen zu können. Nach Eintreffen der Sachverständigen wurde die Entscheidung getroffen, dass Erdreich in größerem Ausmaß abgebaggert werden muss. Somit wurden die bereits avisierten Unternehmen an die Einsatzstelle berufen.

Weiters wurde von der Straßenmeisterei Altheim eine Totalsperre + Umleitung dieses Abschnitts der B 148 aufgebaut, da es absehbar war, dass sich die Baggerungsarbeiten länger hinziehen werden. Nach der Errichtung der Umleitung durch die Straßenmeisterei konnte der Einsatz der FF Weng beendet werden. Die Einsatzbereitschaft wurde um 09:18 Uhr wieder hergestellt. Die B148 blieb allerdings bis in die Nachmittagsstunden gesperrt.

Im Einsatz waren:
FF Weng: 1 LFB-A2; 1 TLF-2000; 1 KDOF; 20 Mann
FF Altheim: 1 RLF-A 2000; 1 LAST; 1 TLF-A 4000; 21 Mann
Polizei: 3 Sektorstreifen; 6 Mann
Rotes Kreuz: 2 NEF; 2 SEW
BH Braunau: 1 Sachverständige
Land OÖ: 1 Sachverständiger

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