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Bayern: Feueralarm am Kehlsteinhaus: Knapp 600 Besucher evakuiert

Berchtesgaden (Bayern): Samstag am späten Nachmittag – 24. Mai 2008 – gab es einen Brandalarm am Kehlsteinhaus im angrenzenden Bayern, wo sich zu dieser Zeit 576 Besucher aufhielten. Anfangs kam die Meldung eines Schwelbrandes im Maschinenraum, letztlich verursachte die Notabschaltung des Aufzuges den Einsatz. Ein Feuer war jedoch zu keiner Zeit festzustellen.

Gegen 16.24 Uhr kam die Hiobsbotschaft eines Brandes im Maschinenraum mit Ausfall des Liftes vom Kehlsteinhaus zur Bushaltestelle. Damit waren insgesamt 576 Besucher kurzzeitig im Umfeld des Gebäudes gefangen. Nachdem sich bald herausstellte, dass es sich lediglich um eine Notabschaltung mit automatischem Feueralarm handelte, musste die Evakuierung der Menschen in Angriff genommen werden. Drei Polizei-, sowie ein SAR-Hubschrauber und „Christoph 14“ flogen zur Bergung in den Einsatzraum. Ferner wurden Bundespolizei und Bundeswehr um Unterstützung gebeten.

13 Personen mit Helikopter evakuiert: Dreizehn Personen konnten dann über die Luft zum Busstellplatz gebracht werden. Ein Problem war die Schneehöhe von etwa 1,50 Meter vor Ort, die Sofortmaßnahmen behinderte. Die Bergwacht schaufelte den Rettungsweg frei und sicherte ihn mit einem Seil. Immerhin über 80 Menschen gingen dort selbst zu den wartenden Bussen. Dann kam die erlösende Mitteilung, dass der Aufzug wieder aktiviert werden konnte. Die restlichen Besucher erreichten damit den Wendeplatz. Von dort wurden dann alle heil zum Ausgangsort zurückbefördert. Verletzt wurde durch das Ereignis niemand. Über die Ursache der Notabschaltung liegen noch keine Erkenntnisse auf. Monteure einer Spezialfirma begannen nach der Evakuierung sofort mit der Fehlersuche. Die Kriminalpolizei Traunstein hat die Ermittlungen übernommen.

Großeinsatz von Feuerwehr, Rotem Kreuz, Polizei und Bergwacht: Bei der Rettungsaktion waren etwa 90 Feuerwehrleute, ca. 50 Helfer des Roten Kreuzes und 24 Polizeibeamte eingesetzt. Dabei war von besonderem Vorteil in der Zusammenarbeit der einzelnen Organisationen, dass vor etwa drei Jahren ein Brandszenario im 1830 Meter hoch gelegenen Kehlsteinhaus geübt worden war. Der Einsatz wurde auch dadurch erleichtert, dass sich die Besucher ausgesprochen diszipliniert und geordnet verhielten und damit die Arbeit der Rettungskräfte wesentlich erleichterten, wie die Polizeiinspektion.

Salzburger Nachrichten

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