Wien: Brand in Sondermüllverbrennungsanlage
Wien (11. Bezirk): Infolge eines Störfalles war es in den Mittagsstunden des 26. Mai 2008 bei der Sondermüllverbrennungsanlage in der Haidequerstraße im Bereich der Beschickung des Drehrohrofens Nr. 2 zum Brand des eingebrachten Sondermülls gekommen.
Vor Ankunft der alarmierten Berufsfeuerwehr Wien war von der Betriebsfeuerwehr einerseits der Werksalarm ausgelöst und andererseits das Herunterfahren der Anlage und die Verständigung der Feuerwehr veranlasst worden. Weiters wurde im betroffenen Bereich auf der Anlagenebene 1 die Brandbekämpfung mit einem Rohr, einem Schaumrohr und einem fahrbaren Pulverlöscher eingeleitet. Zusätzlich wurde begonnen, die darunterliegende (auf Anlagenebene 0) Fassförderanlage (Sondermüllfässer), aus Sicherheitsgründen vor herabfallenden Glutstücken, mit Mittelschaum über ein weiteres Schaumrohr zu fluten.
Bei Eintreffen der BF Wien war der zum Ofen vorgelagerte Beschickungsschacht teilweise bis auf 1.200°C erhitzt und bereits an einigen Stellen durchgebrannt. Aufgrund dieser extremen Erhitzung der Anlage konnte eine Kühlung mit Wasser und der damit verbundenen erheblichen Reaktionsgefahr vorerst nicht erfolgen. Von der Wiener Feuerwehr wurde deshalb einerseits ein zweites Rohr unter Atemschutz über einen zweiten Zugang auf die Anlagenebene 1 zum Schutz der benachbarten Anlagenteile vorgenommen und andererseits das von BTF vorgenommene Rohr vom l.RLF/S unter Atemschutz übernommen.
Weiters wurde ein Rohr über die DL im Bereich des Drehofens zum Schutz der darüberliegenden Anlagenebenen im Vorbereitung genommen. Vom l.RLF/F wurde zudem ein weiteres Schaumrohr vom GTF/F zur Flutung der Fassförderanlage eingesetzt. Die Wasserversorgung der eingesetzten Rohre wurde über das betriebsinterne Hydrantennett sichergestellt.
Die Anlage wurde nach Rücksprache mit der Betriebsleitung durch Einblasen von Kühlluft abgekühlt. Nach einer ca. einstündigen Abkühlungsphase waren keine Glutnester mehr im Verbrennungsofen bzw. im Beschickungsschacht festzustellen. In Absprache mit dem Anlagenleiter und Feuerwehrkommandanten der BTF wird das vollständige Abkühlen der Anlage bis zum 27. Mai 2008 überwacht und in weiterer Folge der Ofen zur Nachuntersuchung geöffnet.
Einsatzzeit: 12.36 Uhr bis 15.17 Uhr.
