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Tirol: Brennender Lkw auf Inntalautobahn -> Lage nicht im Griff?!?

Hall (Tirol): Ein Lkw-Brand auf der Inntalautobahn bei Hall-West hat am Donnerstagnachmittag, 28. August 2008, einen riesigen Stau ausgelöst. Der Feuerwehr ist es erst nach geraumer Zeit gelungen, eine Wasserversorgung aufzubauen.

Es war die böse Überraschung für den Lkw-Fahrer der Firma Fercam. Genau zwischen den Aus- und Einfahrten bei Hall-West geriet sein Auflieger in Brand. Beladen war er mit vielen Tonnen feuerfesten Gussteilen, die für Italien bestimmt waren.
Die Feuerwehr hatte die Sache nicht richtig im Griff, so scheint es jedenfalls. Das Problem war, dass es an Löschwasser mangelte. Erst rund 40 Minuten nach der Alarmierung konnte eine Löschwasserversorgung mittels Pumpen aus dem nahen Inn aufgebaut werden.
Gelöscht war der Brand erst eine Stunde nach dem Ausbruch, am Auflieger und an der Ladung entsteht Totalschaden. Totaler Stau war darüberhinaus auf der Inntalautobahn angesagt, der Stau reichte bis Wiesing zurück.

ORF Tirol

ORF Bericht vom 29. August 2008

Unglücklicher Feuerwehr-Einsatz auf A12
Nach dem verpatzten Löscheinsatz auf der Inntalautobahn bei Hall am Donnerstagabend, ist bei der Feuerwehr jetzt Selbstkritik angesagt. Wie berichtet, war die Feuerwehr Hall zu dem Lkw-Brand mit nur einem Tankwagen ausgerückt.

Zunächst die guten Nachrichten
Es wurde niemand verletzt oder getötet, es waren keine gefährlichen Stoffe in Brand geraten und der LKW-Brand war zum Glück nicht in einem Autobahnabschnitt mit beidseitigen Lärmschutzwänden ausgebrochen. Das wäre wirklich ein Problem gewesen.

Viel zu wenig Wasser am Einsatzort
Trotzdem muss sich die Stadtfeuerwehr Hall jetzt fragen, warum zunächst nur ein 4000-Liter-Tankwagen zum Einsatz gekommen war? Innerhalb nur weniger Minuten war dieses Wasser samt Schaummittel in den Flammen verdampft.

Die Nachalarmierung eines zweiten Tankwagens und der Aufbau einer Löschleitung zum Inn hatte daraufhin zu lange dauert. Laut Landesfeuerwehrinspektor Alfons Gruber trägt allein der Einsatzleiter die Verantwortung. „Und der habe halt so entschieden“, erklärt Gruber.

Keine Nachalarmierung anderer Feuerwehren
Die Verantwortlichen werden nun den genauen Ablauf des Einsatzes analysieren. Warum auch beispielsweise die nahe Berufsfeuerwehr Innsbruck mit ihrem 10.000-Liter-Tankwagen oder andere Nachbarfeuerwehren nicht nachalarmiert wurden. Diese Entscheidungen liegen allein beim Einsatzleiter. Und der, so Gruber, dürfte unter Stress die Lage nicht ganz richtig eingeschätzt haben.

Der fast 30 Kilometer lange Rückstau auf der A12, sowie das Verkehrschaos auf den Straßen abseits der Autobahn, liege in der Natur eines derartigen Brandereignisses, so ein Sprecher der Polizei-Verkehrsabteilung. Eine frühere Öffnung der Autobahn sei einfach nicht möglich gewesen, heißt es.

ORF Tirol

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