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Europa: Schnee und Übschwemmungen halten Europa in Atem

Europa: In Frankreich sind bei dichtem Schneetreiben am Montag weiter 80.000 Haushalte ohne Strom gewesen. Allein in den beiden Regionen Languedoc-Roussillon und Midi-Pyrenees in Südfrankreich hatten 38.000 Haushalte am Vormittag des 15. Dezember 2008 noch keinen Strom,…

… wie der Netzbetreiber ERdF, eine Tochterfirma des Energiekonzerns EdF, mitteilte. „Wir können nicht sagen, wann die Versorgung wiederhergestellt sein wird.“ Hunderte Mitarbeiter versuchten demnach, die unterbrochenen Leitungen zu richten; teils sei der Zugang aber sehr schwierig, weshalb die Arbeit langsam vorangehe. Am Sonntag, 14.12.2008, waren in Frankreich noch 100.000 Haushalte ohne Strom gewesen. In den Bergregionen waren binnen eines Tages bis zu sechzig Zentimeter Schnee gefallen. Hunderte Menschen saßen bei dichtem Schneetreiben auf gesperrten Autobahnen in ihren Autos fest, im südfranzösischen Bezirk Var rund 2.000 Reisende in der Bahn. Mindestens drei Menschen starben durch das Schneechaos.

Schweiz: Angst vor Lawinen: In der Schweiz herrschte am Montag nach heftigen Schneefällen und starken Föhnstürmen weiterhin erhebliche Lawinengefahr. Das teilten die Wetterbehörden mit. In den Kantonen Wallis und Tessin waren bewohnte Täler teilweise von der Außenwelt abgeschnitten, nachdem Straßen und Schienenwege vorsorglich gesperrt werden mussten. In beiden Kantonen waren am Wochenende zahlreiche Lawinen niedergegangen, wobei es mindestens zwei Tote gab. Auf der Alpennordseite waren noch am Sonntag Föhnstürme mit etwa 150 km/h über die Berge gefegt, Lifte und Seilbahnen hatten den Betrieb eingestellt.

Rom: Tiber könnte weiter steigen: In Rom steigt angesichts weiterer Regenfälle die Angst vor einem neuen Tiber-Hochwasser. Nachdem der Fluss am Samstag mit einem Pegel von gut 12,5 Metern die höchste Marke der vergangenen 40 Jahre erreicht hatte, ging der Wasserstand am Sonntag leicht zurück. Die Regenfälle sollen bis Mittwoch andauern.
Wegen Hochwasseralarms waren in Rom einige Brücken geschlossen und mehrere Zonen in Flussnähe evakuiert worden. In der Nähe des historischen Stadtzentrums erreichte der Tiber jedoch nach Angaben der Behörden keine kritische Höhe.

Boote unter Engelsbrücke weggesprengt: Unter der Brücke bei der Engelsburg waren in Rom Sondereinheiten der Feuerwehr im Einsatz, um ein schwimmendes Restaurantboot zu befreien, das sich am Wochenende mit zwei anderen Kähnen unter der Brücke eingeklemmt hatte. Teile der eingeklemmten Boote seien bereits gesprengt worden.
Die weggesprengten Bootsteile könnten jedoch zu Schwierigkeiten in den an der Tiber-Mündung liegenden Orten Ostia und Fiumicino führen, befürchtete der Zivilschutz. Der angeschwemmte Müll könnte sich stauen, so dass es auch dort Überschwemmungen geben könnte.

Fünf Tote: In Monterotondo bei Rom war eine Italienerin am Donnerstag in ihrem Auto in einer überschwemmten Unterführung ertrunken. Ein 27-jähriger Ire war in der Nacht auf Samstag in den Tiber gestürzt und ebenfalls ertrunken. Schnee, Sturm und Unwetter hatten in der vergangenen Woche in Italien Verkehrsbehinderungen, Überschwemmungen und Erdrutsche nach sich gezogen. In Kalabrien starben insgesamt drei Menschen, etwa 40.000 waren wegen verunreinigter Brunnen ohne Trinkwasser. In einigen Regionen wurden die Schulen geschlossen.

Spanien: Aus Autos befreit: Nach Schneestürmen in Nordspanien befreite das Militär rund 120 Autofahrer, die mit ihren Fahrzeugen festsaßen. Auf der Autobahn zwischen den Städten Oviedo und Leon hatten sich stellenweise Schneemassen von bis zu einem Meter Höhe angehäuft. „Wir saßen sieben Stunden in unserem Pkw, bis wir aus dem Schnee befreit wurden“, berichtete ein Autofahrer am Montag. Wegen der Schneefälle im Norden der Iberischen Halbinsel wurden nach Angaben der Behörden 37 Bergpässe gesperrt.

Schnee auf Mallorca: Auch auf der Ferieninsel Mallorca schneite es. Die Berge des Gebirges der Sierra de la Tramuntana im Norden der Insel wurden von einer Schneeschicht bedeckt. Am Sonntag hatte ein kräftiger Hagelschauer Teile des Berglands mit einer Eisdecke überzogen. Das Unwetter dauerte nur wenige Minuten, war aber so heftig, dass sich auf den Berghängen eine mehrere Zentimeter dicke Eisschicht bildete. Die Hagelkörner hatten bis zu einen Zentimeter Durchmesser.

ORF News

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