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Ukraine: Mindestens 27 Tote bei Wohnhausexplosion auf der Krim

Ukraine: Die Explosion in einem Wohnhaus in der Ukraine Mittwochabend, 24. Dezember 2008, hat mindestens 27 Menschen das Leben gekostet. Zahlreiche weitere Menschen wurden am Donnerstag noch unter den Trümmern des Gebäudes vermutet, wie ein Sprecher des ukrainischen Katastrophenministeriums sagte.

Die Detonation machte Teile des fünfgeschossigen Hauses im Badeort Jewpatorija auf der Halbinsel Krim dem Erdboden gleich und zerstörte 35 Wohnungen. Bis zu 700 Einsatzkräfte suchten in den Trümmern nach Überlebenden, sagte Ministeriumssprecher Igor Krol. Ein Gasleck werde als Explosionsursache vermutet. 21 Menschen wurden nach Angaben Krols gerettet. Unter den Toten waren auch Kinder. Die Explosion ereignete sich gegen 21.45 Uhr Ortszeit, als die meisten der 62 offiziell registrierten Bewohner vermutlich zu Hause waren. Der komplette mittlere Teil des Wohnblocks fehlte nach der Explosion, angrenzende Wohnungen waren ohne Wände.

Anrufe der Verschütteten: Verschüttete riefen laut einem Bericht des russischen Fernsehens über Mobiltelefone Verwandte an und flehten um eine schnelle Rettung. Gegen Mittag hörten die Anrufe auf. „Es gab einen lauten Knall, und wir sind nach draußen geeilt und haben gesehen, dass die Hälfte des Gebäudes fehlt“, berichtete der Augenzeuge Sergej Jurtschenko dem russischen Fernsehsender Kanal Eins. „Es gab Schreie, und ein Kind weinte.“
Der ukrainische Staatspräsident Viktor Juschtschenko und Ministerpräsidentin Julia Timoschenko begaben sich an den Unglücksort, wie sie auf ihren Webseiten mitteilten. Der russische Präsident Dmitri Medwedew bot nach Angaben des Kremls an, zur Unterstützung der Rettungsarbeiten Marinepersonal der im ukrainischen Hafen Sewastopol stationierten russischen Schwarzmeerflotte zu entsenden.

Kleine Zeitung

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