Deutschland: Verschütteter in Köln tot unter Trümmern des Stadtarchivs gefunden
Köln (Deutschland): Rund viereinhalb Tage nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs haben Feuerwehrleute in der Nacht auf den 8. März 2009 eine Leiche unter den Trümmern gefunden. Dies teilte die Feuerwehr am frühen Sonntagmorgen mit.
Wie ein Polizeisprecher sagte, wurden zunächst Kopf, Schultern und Arme der Person freigelegt. Die Bergung der Leiche sei noch in vollem Gange. Nach Angaben der Polizei ist es noch unklar, ob es sich um einen der beiden vermissten Bewohner eines mit dem Archiv eingestürzten Nebenhauses handelt. Die zwei vermissten jungen Männer hatten sich vermutlich in zwei Dachgeschosswohnungen aufgehalten, als es am Dienstag zu dem Einsturz kam.
Die Feuerwehr hatte seit Freitag intensiv nach den beiden Männern gesucht. Bis zum Samstagabend hatte sie dafür 70 bis 80 Lastwagen-Ladungen mit jeweils rund 15 Tonnen Schutt abgetragen. Schweres Räumgerät wurde eingesetzt. Zum Teil beseitigten die Einsatzkräfte Trümmer mit blossen Händen.
Neben dem Stadtarchiv waren grosse Teile der Nachbarhäuser eingestürzt; andere waren vom Einsturz bedroht. Zahlreiche Häuser wurden evakuiert. Unglücksursache war vermutlich der Bau einer U-Bahn. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen Baugefährdung und fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.
Neue Züricher Zeitung
Einsturz des Kölner Stadtarchivs (auf Fireworld.at)
