Nö: Großeinsatz nach mehreren Explosion in Gasbetrieb in Eggendorf

Eggendorf (Nö): 14. April 2009 – Derzeit sind in Eggendorf 10 Feuerwehren des Bezirkes Wiener Neustadtim Einsatz. Mehrere Notarztmittel unter anderem die Notarzthubschrauber C3 und C9 standen im im Einsatz.
Update 15. April, 18.40 Uhr
In einem gasproduzierenden Betrieb gab es mehrere Explosionen und es sind bereits die mehrere Notärzte am Einsatzort. Nach ersten Informationen ist eine Person schwer verletzt.
Update 16.20 Uhr:
Die Lage ist laut BR Josef Bugnar (KDT FF Wiener Neustadt) so weit unter Kontrolle. Ein Acetylengastank muss von den Einsatzkräften gekühlt werden.
Update 19.50 Uhr
Am 14. April wurden 11 Feuerwehren des Bezirkes zu einem Brandeinsatz nach Eggendorf alarmiert. In einem gasproduzierenden Betrieb gab es mehrere Explosionen und von weitem konnte man schon Rauchschwaden sehen.

Beim Eintreffen der Feuerwehren stand ein Lkw einer Fremdfirma in Brand. Bei der Anlieferung durch die Fremdfirma kam es beim Abladen von Propangasflaschen aus ungeklärter Ursache zu einem Brand. Der verletzte Lkw- Lenker konnte sich durch die Überquerung der angrenzenden „Warme Fischa“ retten und wurde von Passanten versorgt.

Ein Rettungshubschrauber brachte den Schwerverletzten ins AKH. In Folge des Brandes kam es zur Explosion mehrerer Propangasflaschen, die sich auf dem Lkw befanden. Teile der Gasflaschen flogen sogar über das Firmengelände hinaus und beschädigten einen geparkten Pkw. Der Brand des Lkw’s konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden.

Durch die Hitzeentwicklung waren ein Acetylengastank und weitere Anlagen der Firma bedroht. Diese wurden von den Einsatzkräften gekühlt. Mittels Wärmebildkamera wurde die Temperatur des Tanks und der Gasflaschen kontrolliert. Nach zwei Stunden konnte Entwarnung gegeben werden. Die Behältnisse waren so weit abgekühlt das keine Gefahr mehr davon ausging.

Derzeit ist die FF Obereggendorf noch mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt.
Update per 15. April: EXPLOSION DURCH LKW-WENDEMANÖVER:
Die Ursache für die Explosionen in Eggendorf ist nun geklärt: bei einem Wendemanöver dürfte der Lkw-Fahrer mit dem Fahrzeug ein Ventil eines Behälters abgebrochen haben. Gas strömte unter den Lkw und entzündete sich. Der 39-jährige Lkw-Lenker speiste am Dienstag Propangas in die Lager des Firmenareals ein. Als er das Gelände wieder verlassen wollte, dürfte er mit dem rechten Vorderrad ein Anschlussventil von einem Wasserstoffpufferbehälter, der auf dem Lager befestigt war, abgebrochen haben, so die Brandermittler. Daraufhin sei der Wasserstoff unter den Motorraum des Lkw geströmt und habe sich entzündet. In weiterer Folge seien sechs bis sieben leere Gasflaschen aufgrund der Hitzeentwicklung explodiert. Die Sachverständigen des Landeskriminalamts fanden das abgebrochene Ventil. Welche Konsequenzen der Vorfall für den 39-jährigen Fahrer haben könnte, der bei dem Unglück schwerste Verbrennungen erlitt, steht noch nicht fest. Er könnte möglicherweise wegen Fahrlässigkeit angezeigt werden. Wie hoch der Schaden ist, ist noch unklar.
Eingesetzte Feuerwehren:
FF Hölles, FF Felixdorf, FF Theresienfeld, FF Zillingdorf – Bergwerk, FF Zillingdorf – Markt, FF Haschendorf, FF Ebenfurth, FF Wr. Neustadt, FF Untereggendorf, FF Lichtenwörth, FF Obereggendorf
BFKDO Wiener Neustadt
ORF Niederösterreich
Freiw. Feuerwehr Lichtenwörth
