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Ktn: Tödliche Kollision zwischen Lkw und Pkw am Gailtalzubringer

Arnoldstein (Ktn): Trauer in Nötsch: 42-jähriger Elektromeister fuhr auf Gailtalzubringer frontal gegen Lkw. Bereits elftes Todesopfer auf diesem Abschnitt.

Lebenslustig, immer freundlich, ein fixer Bestandteil des Vereinslebens in Nötsch: So schildern Freunde und Bekannte den 42-jährigen Elektromeister Wilhelm Jaklitsch aus Nötsch.

Zusammenstoß: Dienstag vormittag, 21. April 2009, ist der beliebte Gailtaler tödlich verunglückt: Mit seinem Firmenkombi fuhr Jaklitsch auf dem Gailtalzubringer frontal gegen einen Sattelschlepper. Der Lkw-Lenker – ein Kraftfahrer (47) aus Klagenfurt – sagte später gegenüber der Polizei Nötsch aus, dass der weiße Kombi plötzlich direkt auf ihn zugefahren sei. Er habe noch ausweichen wollen, so Kraftfahrer, aber da habe es „schon gekracht“.

Im Wrack verstorben: Der Kombi wurde gegen die Windschutzscheibe des Lkw, dann über den Sattelzug hinweggeschleudert und flog etwa 30 Meter weit durch die Luft. Ein hinter dem Lkw fahrender Pkw-Lenker wurde Augenzeuge des dramatischen Unfalls. Wenig später waren die Einsatzkräfte vor Ort, doch für Jaklitsch gab es keine Rettung mehr: Der Familienvater – er hinterlässt seine Gattin sowie einen Sohn (11) und eine Tochter (4) – war im Wrack seines Autos verstorben. „Wir haben für die Kameraden der FF Nötsch die traurige Aufgabe übernommen, den Toten aus dem Wrack zu schneiden“, berichtet Michael Miggitsch, Kommandant der FF Arnoldstein.

„Unter Schock.“ „Nötsch steht unter Schock“, drückt Bürgermeister Hans Müller die Stimmung im Ort aus. „Dem Willi, der als Elektromeister eng mit der Gemeinde zusammengearbeitet hat, hat das Brauchtum sehr viel bedeutet. Vor allem bei der Burschenschaft Nötsch war er ein erfolgreicher Reiter, der beim Kufenstechen oft das Kranzl errungen hat.“ Um den Sänger Jaklitsch trauert die Singgemeinschaft Oisternig. „Wir sind tief bestürzt“, sagt Obfrau Annelies Wernitznig. „Ein für Samstag geplantes Symposium haben wir abgesagt.“ Erst im Oktober 2008 hatte der Chor einen Sänger bei einem Unfall auf dem Gailtalzubringer verloren. Auf diesem Straßenabschnitt ist Jaklitsch bereits das elfte Todesopfer in den letzten zehn Jahren.

Salzburger Nachrichten

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