Tirol: Feuerwehr holt Familie aus den Flammen
Lienz (Tirol): Dramatische Szenen spielten sich Donnerstagnachmittag, 23. April 2009, in Lienzer Wohnblock ab. Vierköpfige Familie wurde aus brennender Wohnung gerettet.
Als die Lienzer Feuerwehr Donnerstagnachmittag vor der Lienzer Weidengasse Num mer 18 einfuhr, schlugen schon die Flammen aus einer Wohnung im ersten Stock. Kurz nach 14 Uhr wollte eine Mutter für ihre zwei Mädchen (14 und 17 Jahre) und den sechsjährigen Sohn Schmalz nudeln auf dem Küchenherd zu bereiten. Einen kurzen Moment wurde sie von ihrem Sohn abgelenkt, ließ das erhitzte Fett aus den Augen und schon war es geschehen. Binnen weniger Minuten hatte der Dunstabzug Feuer gefangen, das sofort auf die gesamte Küche übergriff. Der Vater war zu diesem Zeitpunkt gerade auf dem Weg von der Arbeit nach Hause und sah aus den Fenstern seines Heimes Rauchwolken steigen.
40 Feuerwehrmänner kämpften unter Leitung von Kommandant Walter Lamprecht und Bezirksfeuerwehr-Inspektor Hans Stefan gegen die Flammen und den beißenden Rauch an. „Es ging alles sehr schnell und wir waren gleich zur Stelle“, sagte FF-Kommandant Lamprecht. Mit schwerem Atemschutz drangen die Florianijünger über die Drehleiter ins Brandobjekt ein und brachten die Familie in Sicherheit. Die Sanitäter des Roten Kreuzes versorgte Mutter und Kinder. Das 17-jährige Mädchen wurde mit einer leichten Rauchgasvergiftung ins Lienzer Spital gebracht. Auch der Vater wurde nach der Löschaktion auf Verdacht einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Beide Verletzten konnten noch am späten Nachmittag das Lienzer Spital wieder verlassen. Der Großeinsatz der Feuerwehr hatte in dem Lienzer Wohnviertel für mächtig Aufsehen gesorgt und zahlreiche Schaulustige angelockt. Es kam aber zu keinen Behinderungen der Einsätzkräfte. Der Sachschaden in der betroffenen Wohnung ist enorm.
