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Oö: Mehrere Unwette im Lande -> Mure riss Arbeiter in Molln mit

Oberösterreich (Oö): Am Sonntag, dem 5. Juli 2009, tobten erneut heftige Unwetter über Oberösterreich. Besonders betroffen waren am Vor- und Nachmittag die Bezirke Kirchdorf und Rohrbach.

Heftige Unwetter hielten am Sonntag die Freiwilligen Feuerwehren in Oberösterreich erneut auf Trapp. Besonder schwer wurden die Bezirke Kirchdorf und Rohrbach getroffen. Ein Verletzter und zwei Brände, dazu unzählige überflutete Straßen, Brücken und Keller – das war die Bilanz am Nachmittag.

Schwerverletzter nach Murenabgang: Bereits kurz nach sieben Uhr morgens musste die Freiwillige Feuerwehr Molln zum ersten Mal ausrücken. Ab kurz vor zehn Uhr wurde es dann auch bei den Kollegen in und um Micheldorf akut. Nach sinnflutartigen Regenfällen mussten etliche Nebenstraßen und Brücken gesperrt werden. Und es kam zu mehreren Murenabgängen. Bei einem dieser wurde ein 66-Jähriger in Molln verletzt. In einer Siedlung, die an ein abschüssiges Waldstück grenzt, hatten er und seine Nachbarn angefangen, Äste und Kleinholz wegzuräumen. Sie wollten verhindern, dass sich noch mehr herunter fließendes Wasser aufstaut. Plötzlich wurde aus dem kleinen Bächlein ein reißender Bach. Der Mann wurde von der Welle und einem Holzstück mitgerissen und gegen eine Traktor geschleudert. Seine Nachbarn, von denen zwei ebenfalls umgerissen, aber nicht verletzt wurden, zogen ihn heraus. Der 66-Jährige wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades mit dem Notarzthubschrauber ins LKH Kirchdorf geflogen.

Unwetter im Bezirk Rohrbach: Ein Blitzeinschlag löste im Bezirk Rohrbach am Sonntagnachmittag einen Großbrand aus In einer Firma in Sankt Peter am Wimberg kämpften am Nachmittag noch sechs Feuerwehren gegen die Flammen. Vermutlich hatte ein Blitz in den Batterieraum eingeschlagen.
Rund zehn weitere Feuerwehren waren in und um Berg, Neufelden, Auberg und Haslach an der Mühl im Einsatz. Sie pumpten Keller leer und befreiten Straßen von den Wassermassen.

Blitzschlag in Herzogsdorf: Glimpflich ging ein Blitzeinschlag in Herzogdorf (Bezirk Urfahr-Umgebung) zu Ende. Der Blitz hatte einen Dachstuhl getroffen. Die Tochter der Hausbesitzer rief die Feuerwehr. Ein Nachbar, der ihr zu Hilfe eilte, konnte die Flammen mit einem Feuerlöscher ersticken, ehe die Florianijünger eintrafen. Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Herzogsdorf öffneten noch einen kleinen Teil des Dachstuhls und löschten die letzten Glutnester.
Im Laufe des Nachmittags wurden auch die Feuerwehren in den Bezirken Ried, Schärding und Vöcklabruck immer wieder zu Einsätzen nach straken Regenschauern gerufen.

Oö. Rundschau

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