D: Feuerwehr Ratingen spendet Schatten auf Wohngebäude
Ratingen (Deutschland): Zu einem ungewöhnlichen Einsatz wurde die Feuerwehr Ratingen am Mittwochnachmittag, dem 19. August 2009, gerufen. Im Spitzboden eines Zweifamilienhauses in Ratingen Ost trat aus einem defekten Überdruckventil einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung ein gasförmiges Frostschutz/Wassergemisch aus.
Da dieses Ventil nicht mehr manuell zu schließen war und keine natürliche Entlüftung im Dachboden vorhanden war, wurde der Spitzboden durch die Feuerwehr mittels eines Hochdrucklüfters durch ein Fenster im darunterliegenden Geschoss gezielt entlüftet um eventuelle Atemwegsreizungen der Hausbewohner vorsorglich zu verhindern. Das permanente Abblasen des Wassers aus dem Gesamtsystem der Anlage stellte nun aber ein weiteres Problem für den Hauseigentümer dar- Aufgrund der intensiven Sonneneinstrahlung auf die Solarkollektoren und des immer weniger werdenden Wassers im geschlossenen Kreislauf der Anlage drohte diese nun sich soweit aufzuheizen das eine dauerhafte Schädigung der Gesamtanlage wahrscheinlich wurde.

Nun war guter Rat gefragt. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr entschlossen sich in Absprache mit dem Hausbesitzer kurzfristig die Solarkollektoren mittels aufbringen einer Plane zu „verdunkeln“ um das System herunter zu kühlen. Schon nach kurzer Zeit zeigte diese Maßnahme Erfolg. Die Temperatur reduzierte sich aufgrund der „Schattenspende“ im System so erheblich, so dass die Gefahr des unkontrollierten Aufheizens und ein damit verbundener Schaden an der Anlage verhindert werden konnte. Im Einsatz waren ein Rüstwagen, eine Drehleiter und der Führungsdienst B der Feuerwehr Ratingen mit 8 Einsatzkräften bis 15.00 Uhr.
