Vbg: Nitrosegas-Entwicklung bei Hausbrand -> 28 Fw-Leute verletzt
Au im Bregenzerwald (Vbg): Bei einem Hausbrand in der Gemeinde Au im Bregenzerwald am Montagabend, 31. August 2009, haben 28 Feuerwehrleute Rauchgasvergiftungen erlitten. Ein Zimmerbrand löste einen Großeinsatz mit elf Feuerwehren und 150 Feuerwehrmännern aus.
Gegen 21.00 Uhr brach das Feuer aus noch unbekannter Ursache in einem Zimmer im Dachgeschoß aus. Das Kunststoffdach des Hauses musste mit Kranwägen angehoben werden, damit Hitze und Rauch entweichen konnten. Durch den Großeinsatz der Feuerwehren konnte der Brand rasch gelöscht werden. Alle 28 Feuerwehrmänner, die eine Rauchgasvergiftung erlitten haben, mussten nur ambulant behandelt werden. Verbrannter Kunststoff entwickle Nitrosegase, so der im Einsatz befindliche Arzt Franz Ganthaler. Mit einer Verzögerung von bis zu 24 Stunden könnte es zu einer Überwässerung der Lunge kommen. Die Feuerwehrmänner werden beobachtet.
Bericht Kleine Zeitung: 28 Feuerwehrleute bei Brand in Vorarlberg verletzt
28 Feuerwehrleute haben am Montagabend bei einem Großbrand in Au (Bregenzerwald) Rauchgasvergiftungen erlitten. 27 Einsatzkräfte wurden in einem Sanitätszelt ambulant von einem Arzt betreut, eine Feuerwehrfrau musste stationär im Spital aufgenommen werden. Der Brand war gegen 21.00 Uhr in einem Einfamilienhaus ausgebrochen. Die Bewohner bemerkten den Rauch und alarmierten die Einsatzkräfte. Das Gebäude wurde durch das Feuer zerstört, so die Polizei. Der Brand war im ersten Obergeschoß des Einfamilienhauses entstanden und breitete sich rasch zum Dachstuhl hin aus. Vermutlich habe der brennende Dachbelag die starke Rauchentwicklung ausgelöst, hieß es. Es habe sich über dem betroffenen Gebiet eine Rauchglocke gebildet, die zunächst nicht abzog. Die Feuerwehr Bregenz-Stadt und die Polizei führten daraufhin Gas-Messungen durch. Zum Zeitpunkt der Messungen gegen 23.45 Uhr hätten die Werte im Normalbereich gelegen. Elf Feuerwehren waren mit 140 Mann im Löscheinsatz. Die Ursache für den Brand war zunächst unklar. Am Dienstag untersuchten Brandermittler der Polizei die Ruine.
