Bayern/Tirol: Eiskalte Abschnittsübung in Mittenwald
Mittenwald (Bayern): Temperaturen um den Gefrierpunkt und Schneeregen – Dieses Wetter prägte die Abschnittsübung 2009 des Abschnittes Seefelder Plateau am Freitag, den 16. Oktober 2009. Als ausrichtende Feuerwehr zeigte sich die Freiwillige Feuerwehr Mittenwald (Bayern) verantwortlich.
Um 17:10 Uhr langt bei der Polizei Mittenwald über Notruf die Meldung ein, dass es in der Kläranlage Mittenwald zu einem Brand gekommen ist. Daraufhin wird die zuständige Ortsfeuerwehr Mittenwald alarmiert, welche nach dem Eintreffen die sofortige Nachalarmierung der Feuerwehren des Abschnittes Seefelder Plateau über die Leitstelle Tirol veranlasst. Zwischenzeitlich beginnen die Einsatzkräfte mit einem umfassenden Außenangriff auf das Hauptgebäude sowie der Kühlung eines Klärgasbehälters und der Personenbergung über Drehleiter. Nachdem die Freiwillige Feuerwehr Scharnitz als erste Nachbarwehr das Brandobjekt erreichte, unterstütze diese die Personenbergung mittels schwerem Atemschutz. In den nächsten Minuten treffen alle weiteren Feuerwehren ein und unterstützen die im Einsatz befindlichen Kräfte. Um den hohen Verbrauch an Löschwasser zu sichern, wurden im gesamten vier Speiseleitungen errichtet. Als Löschwasserentnahmestelle diente die Isar.


Ein Mitarbeiter des Klärwerkes wollte seinen Kollegen zu Hilfe eilen, stürzte jedoch in der Hektik in einen 6 m tiefen Schacht. Die Bergung des Verletzten wurde unter schwerem Atemschutz von den Männern der Freiwilligen Feuerwehr Seefeld durchgeführt.
Um Einsätze in dieser Größenordnung überschaubar zu machen, ist es von Vorteil, das ganze Geschehen mit Hilfe einer Lageführung darzustellen. Diese Aufgabe wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Seefeld hervorragend gemeistert, insbesondere der sehr realitätsnahe späte Beginn der Dokumentationsarbeit bei dieser umfangreichen Einsatzübung. Dankenswerter Weise standen den Einsatzkräften zwei Mitglieder der Bezirkszentrale Innsbruck-Land, HV Christian Pumberger und OV Georg Crepaz, mit Rat und Tat zur Seite.
Eine Stunde nach der Alarmierung wurde „Brand aus“ gegeben und es konnte mit dem Abbau der Geräte und Leitungen begonnen werden.


In dieser Zeit wurden 6 Feuerwehren alarmiert, ca. 1.400 m Speiseleitung verlegt, 5 Atemschutztrupps in Einsatz gebracht und 5 verletzte Personen geborgen – Eine starke Leistung!
Zur anschließenden Übungsbesprechung rückten alle beteiligten Kräfte in das Gerätehaus Mittenwald ein.
Seitens des Einsatzleiters und der Übungsbeobachter gab es ein positives Resümee.
Einhellige Meinung: Die Zusammenarbeit der Feuerwehren des Abschnittes Seefelder Plateau hinweg über die Staatsgrenze nach Bayern funktioniert reibungslos!

Einatzleiter: Kommandant Hubert Klotz, FF Mittenwald
Teilnehmende Kräfte:
Feuerwehr Mittenwald 6 Fahrzeuge, 45 Mann
Feuerwehr Leutasch 3 Fahrzeuge, 16 Mann
Feuerwehr Reith 3 Fahrzeuge, 12 Mann
Feuerwehr Scharnitz 2 Fahrzeuge, 18 Mann
Feuerwehr Seefeld 3 Fahrzeuge, 12 Mann
Feuerwehr Unterleutasch 2 Fahrzeuge, 10 Mann
Rettung Mittenwalt 2 Fahrzeuge, 6 Mann
Übungsbeobachter:
BFI Michael Neuner
AK Lorenz Neuner
AK a.D. Roman Kührer
