D: Wohnungsbrand in Hannover -> Frau verbrennt vor Augen der Nachbarn
Hannover (Deutschland): Dramatischer Zwischenfall am 25. Dezember 2009 in Hannover. Dort verbrannte eine 33 Jahre alte Frau qualvoll vor den Augen ihrer Nachbarn, die hilflos zuschauen mussten.
Die 33-Jährige hatte sich vor den Flammen in ihrer Wohnung an einen sogenannten französischen Balkon – bodentiefe Fenster mit Balkonbrüstung – im zweiten Obergeschoss gerettet. Die junge Frau rief Nachbarn zu, dass ihr Adventsgesteck in Flammen stehe. Ein Mieter brach zwar noch die Tür auf, starker Rauch und Hitze hinderten ihn jedoch am Betreten der brennenden Wohnung. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand die 33-jährige bereits brennend am Balkon und brach kurz darauf bewusstlos zusammen. Obwohl Nachbarn schon Matratzen auf den Boden gelegt hatten, war die Frau nicht gesprungen. Nach den Löscharbeiten in der Wohnung fand die Feuerwehr den Leichnam an dem Balkon.
Andere Bewohner des Hauses konnten sich selbst in Sicherheit bringen oder wurden über Drehleitern geborgen. Vier Hausbewohner im Alter von 14, 26, 32 und 42 Jahren kamen mit Rauchvergiftungen in Krankenhäuser. Das Haus wurde unbewohnbar, 30 Mieter mussten vorerst anderweitig untergebracht werden. Der Brandschaden wird auf rund 100 000 Euro geschätzt. Ein Feuerwehrsprecher kritisierte Sensationslust und Pietätlosigkeit von Schaulustigen, die versuchten, die Bergung der Leiche mit Handys zu filmen.
Brandtoter am Hl. Abend in Bad Bevens: In Bad Bevensen kam bei einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus Heiligabendnachmittag ein 69-Jähriger ums Leben. Zwei weitere Mieter kamen mit Rauchvergiftungen ins Klinikum nach Uelzen. Das Feuer in der Wohnung des 69-Jährigen war nach bisherigen Ermittlungen durch eine brennende Kerze oder ein Teelicht ausgelöst worden, während der Mann sich schlafen gelegt hatte. Nachdem der 69-Jährige das Feuer bemerkte, alarmierte er noch Nachbarn. Alle anderen Mieter konnten das Haus unverletzt verlassen oder wurden über Drehleitern gerettet. Während des Löscheinsatzes wurde der 69-Jährige dann in einer Nachbarwohnung tot aufgefunden. Er starb an einer Rauchvergiftung. Alle neun Wohnungen in dem Haus waren unbewohnbar. Der Sachschaden wird auf mehr als 300 000 Euro geschätzt.
Brandtoter in Weybe: Bereits am Mittwoch, 23. Dezembber 2009, starb ein 50 Jahre alter Mann in Weyhe nahe Bremen beim Brand eines Wohnhauses. Die Polizei geht nach dem bisherigen Ermittlungsstand von einem Unfall aus. Der Tote war von Feuerwehrleuten bei den Löscharbeiten entdeckt worden. Das Haus wurde durch das Feuer erheblich beschädigt.
Rauchgasvergiftung: In Wolfenbüttel musste am Heiligabend eine 37-jährige Frau nach einem Wohnungsbrand mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden. Ihre beiden fünf und sieben Jahre alten Kinder blieben laut Polizei unverletzt. Der 42-jährige Familienvater hatte noch vergebens versucht, das Feuer selbst zu löschen. Die Wohnung des Mehrfamilienhauses ist unbewohnbar, die Familie kam bei Verwandten unter. Die Brandursache ist unklar.
Drei Rauchgasvergiftungen: Bei einem Brand in einem Einfamilienhaus in Papenburg wurden am Mittwoch drei Menschen durch Rauchvergiftungen verletzt. Die Bewohner wurden von einem Rauchmelder geweckt, nachdem im Wohnzimmer aus noch ungeklärter Ursache ein Feuer ausgebrochen war.
Verletzter Feuerwehrmann: In Braunschweig verletzte sich ein Feuerwehrmann beim Löscheinsatz in einer brennenden Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Er erlitt Verbrennungen zweiten Grades an einem Bein, als durch große Hitze verflüssigter Kunststoff zwischen Stiefel und Feuerwehrschutzanzug geriet. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, konnte die Klinik aber nach ambulanter Behandlung wieder verlassen. Die Mieter der Wohnung, eine fünfköpfige Familie, waren zum Brandzeitpunkt unterwegs.
