Technisch

Nö: Nervenaufreibende Woche für die Korneuburger Einsatzkräfte

Korneuburg (Nö): Eine Reihe spektakulärer und dramatischer Einsätze prägten die vergangene Woche der Korneuburger Feuerwehrmitglieder:

Verkehrsunfall mit einem Todesopfer:
Am 24.03.2010 um ca. 15.10 Uhr verunglückten zwei Pensionisten mit ihrem Fahrzeug auf der B6 zwischen Leobendorf und Tresdorf. Ihr Pkw war frontal gegen einen Lkw geprallt, ein Großaufgebot von drei Feuerwehren, mehreren Rettungsfahrzeugen und dem Notarzthubschrauber „C9“ war zur Rettung der Insassen erforderlich.

Trotz intensivster Bemühungen seitens der Rettungskräfte waren bei diesem Unfall ein Toter und ein Schwerverletzter zu beklagen. Der Fahrer des Lkw’s musste psychologisch betreut werden. Nur zwei Stunden später mussten die Feuerwehren Korneuburg und Bisamberg erneut zu einer Menschenrettung ausrücken:

Pkw-Unfall:
17.18 Uhr: Ein Pkw war in einen Straßengraben gestürzt, es bestand die Vermutung, dass noch eine Person eingeklemmt sei. Binnen weniger Minuten rückten die Rettungskräfte erneut aus. Glücklicherweise war das Unfallopfer „nur“ verletzt worden, der hydraulische Rettungssatz musste nicht eingesetzt werden.

Brandmeldealarm – Kleinbrand in WC-Anlage:
15.03.2010, 14.06 Uhr: Die Tagsbereitschaftsgruppe wurde routinemäßig über Pager zu einer Brandmelderauslösung im Verwaltungsgebäude des Raiffeisenlagerhauses gerufen. Beim Eintreffen der ersten Tanklöschgruppe konnte durch den Gruppenkommandanten ein Kleinbrand im Bereich der ebenerdig situierten WC-Anlage ausgemacht werden. Unter schwerem Atemschutz wurde die Brandbekämpfung mittels Kübelspritze durchgeführt. Das verkohlte Brandgut wurde im erforderlichen Ausmaß verteilt und abgelöscht.

Brand im Garten:
15.14 Uhr: Der Einsatzbericht vom glimpflich ausgegangenen Brand im Raiffeisen-Lagerhaus war noch nicht fertig geschrieben, als erneut „Florian Stockerau“ alarmierte: In Stetten stünde ein Wohnhaus in Flammen. Gemäß Alarmstufe „B3“ alarmierte die Bereichsalarmzentrale die Feuerwehren Stetten, Seebarn, Harmannsdorf-Rückersdorf und Korneuburg. Die FF Korneuburg rückte binnen einer Minute mit zwei Tanklöschfahrzeugen und der Drehleiter zum Einsatzort aus. Jedoch konnte bereits während der Anfahrt über Funk Entwarnung gegeben werden: Die Flammen im Bereich des Gartens waren bereits vom Hausbesitzer erfolgreich niedergeschlagen worden.

Kleineinsätze am Wochenende:
Zwischen Donnerstag und Montag war es dann einigermaßen „ruhig“. Lediglich Routineeinsätze mussten getätigt werden: So löste die Brandmeldeanlage der Liebherr- Transportations Systems GmbH aus, es konnte aber rasch Entwarnung gegeben werden. Am Wochenende galt es Personen aus einem Aufzug zu befreien, einen Sturmschaden zu beseitigen und ein Tier zu retten.

Tote Person im Schacht:
29.03.2010, 16.25 Uhr: Zu einem schrecklichen Unfall dürfte es aus bisher noch ungeklärter Ursache im Bereich der Kleingartenanlage „Zum Wasserturm“ gekommen sein: Eine Person war kopfüber in einen Schacht gestürzt und konnte sich nicht mehr selbst aus der Zwangslage befreien. Seitens der FF Korneuburg wurden, gemäß Meldebild „T2-Person in Notlage“, unverzüglich das schwere Rüstfahrzeug, die Drehleiter und zwei Tanklöschfahrzeuge in Marsch gesetzt. Der anwesende Notarzt konnte leider nur mehr den Tod der Person feststellen. Die Unfallursache wird noch Gegenstand polizeilicher Ermittlungen sein.

Resümee
All diese Tätigkeiten geschahen freiwillig und ohne jedes Entgelt. Manche Feuerwehrmitglieder waren bei allen Einsätzen „mit dabei“ und opferten ihre Freizeit für die Bevölkerung. Nicht aufgeführt sind diverse Nebentätigkeiten, wie Gerätewartungen oder Verwaltungstätigkeiten, die eine derartige Einsatzserie mit sich bringt. Neben dem Einsatzdienst nahmen ca. 30 Mitglieder der Feuerwehr noch am Ausbildungsseminar „Drehleiter“ teil, welches am Wochenende abgehalten wurde. So verbrachten viele Kameradinnen und Kameraden beinahe eine ganze Woche freiwillig bei Feuerwehr!

Freiw. Feuerwehr Korneuburg

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