Nö: Ultra-Leichtflugzeug musste auf Feldweg notlanden
Alland (Nö): Glimpflich endete in den Nachmittagsstunden, des 08. April 2010, bei Alland im Bezirk Baden eine Notlandung eines Ultra-Leichtflugzeuges.
Ein 42-jähriger Pilot aus Schwechat welcher mit einem Ultra-Leichtflugzeug der Marke (CTLS) mit deutscher Kennzeichnung in Bad Vöslau gestartet war und nach einem Rundflug mit einem Werbebanner sich gegen ca. 16.30 Uhr im Luftraum über den Gemeindegebiet von Alland befand, bekam aufgrund einer vermutlichen falsch anzeigenden Tankanzeige plötzlich Probleme mit den Flugzeug.
Augenzeugen die sich gerade mit einem Fahrzeug auf der LB 210 im Ortsgebiet von Alland Richtung Mayerling befanden, bemerkten das plötzlich sinkende Flugzeug über ihnen. Wobei der Pilot gerade das nachgezogene Werbebanner ausklinkte und mit still stehendem Propeller mit der Maschine hinter Bäumen verschwand.
Wie sich in Folge herausstellte, konnte der Pilot das Leichtflugzeug auf einem befestigten Feldweg zwischen den Ortschaften Alland und Mayerling notlanden. Dieses Landemanöver glückte ohne dass der Pilot verletzt und das Flugzeug beschädigt wurde. In der Zwischenzeit langte in der Feuerwehr-Bezirksalarmzentrale (BAZ) Baden eine Meldung von der Landeswarnzentrale NÖ ein, über einen möglichen Flugzeugabsturz im Bereich Mayerling. Der Pilot hatte über Funk die Notlandung bei der Austro-Control gemeldet. Es waren aber nur die letzten Koordinaten bekannt. Deshalb alarmierte der diensthabende Leitstellendisponent der BAZ Baden die Freiwilligen Feuerwehren Alland und Maria Raisenmarkt.
Zeitgleich wurde bei der 144 Notruf NÖ Rettungsleitstelle Standort Baden die genaue Landestelle gemeldet und bestätigt, dass es weder Verletzte noch eine Schaden am Flugzeug gebe. Nach dem Eintreffen der Feuerwehreinsatzkräfte der FF Alland wurde die Einsatzstelle abgesichert sowie ein Brandschutz sichergestellt, da sich einige neugierige Passanten auch mit angezündeten Zigaretten dem Flugzeug näherten. Nach der Sachverhaltsaufnahme durch die Polizeiinspektion Alland und der Kontaktaufnahme mit Austro-Control, wurde nach dem wiederauftanken des Flugzeuges ein Starterlaubnis Richtung Heimatflughafen erteilt.

An dieser Stelle kann noch angemerkt werden: Hätte sich der Pilot nicht für den befestigten Feldweg entschieden und versucht das Leichtflugzeug auf den angrenzenden Feldern zu landen, so wäre aufgrund der dortigen weicheren Untergründen vermutlich dieses Notlandemanöver anders ausgegangen.
Nach über drei Stunden konnte die Freiwillige Feuerwehr Alland, unter der Einsatzleitung von Feuerwehrkommandant Herbert Dögl, wieder mit den zwei ausgerückten Fahrzeugen ins Feuerwehrhaus einrücken.
