Deutschand: 600.000 Euro Bauernhofbrand -> Hund rettet Besitzer

Balje-Hörne (Deutschland): Am späten Abend des 9. April 2010 gegen 22:30 Uhr geriet in der nördlichsten Ecke des Landkreises Stade in Balje-Hörne an der Landesstraße 111 ein dortiges 1780 erbautes Wohngebäude auf einem landwirtschaftlichen Anwesen aus bisher ungeklärter Ursache in Brand.
Der 58-jähirge Bewohner Eigentümer war bereits schlafen gegangen und von seiner Mischlingshündin „Leica“ geweckt worden. Als er daraufhin nach draußen lief, konnte er bereits Qualm aus dem Dachbereich aufsteigen sehen. Nachdem er die Feuerwehr alarmiert hatte, gelang es ihm noch mit einem Nachbarn, der durch lautes Knallen der platzenden Eternitplatten auf dem Dach auf das Feuer aufmerksam gemacht wurde und die ersten eintreffenden Feuerwehrleute, einige Habseligkeiten aus dem Haus zu bergen, bevor das Fachwerkgebäude in Vollbrand stand.

Als die sieben alarmierten Ortsfeuerwehren aus Balje-Hörne, Balje, Krummendeich, Freiburg, Oederquart sowie Geversdorf und Neuhaus aus dem Landkreis Cuxhaven an der Brandstelle eintrafen, stand der mit Reet und Eternit gedeckte Dachstuhl bereits in hellen Flammen. Trotz des schnellen Einsatzes der ca. 160 Feuerwehrleute konnte das ca. 30 x 15 m große Gebäude nicht gehalten werden, es brannte bis auf die Grundmauern nieder. Ein angrenzender Hofladen und ein benachbarter Schweinestall, in dem sich ca. 1.800 Schweine befanden konnte vor dem Übergreifen der Flammen geschützt werden.

„Leica“ und die Hauskatze der Familie konnten sich vor dem Feuer in Sicherheit bringen und wurden später wohlbehalten aufgefunden. Verletzt wurde bei dem Brand niemand, Angehörige mussten mit einem Schock vom Notarzt aus Landkreis Cuxhaven betreut werden, der alarmierte Rettungsdienst und die DRK-Schnelleinsatzgruppe Drochtersen, die mit 8 Helfern anrückte, brauchte nicht eingreifen.

Die Landesstraße 111 musste für die Zeit der Löscharbeiten für mehrere Stunden voll gesperrt werden, der Verkehr wurde mit Hilfe der Feuerwehr umgeleitet, zu größeren Behinderungen kam es dabei jedoch nicht. Die Lösch- und Nachlöscharbeiten dauerten bis in die Vormittagstunden an. Der Gesamtschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 600.000 Euro.

