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Deutschland: Feuerwehr rettet in vierstündigem Einsatz sechs Entenküken

Deutschland: Einsatzkräfte pumpen stundenlang Tümpel leer, um die Tiere aus einem Abflussrohr zu retten.

Alle meine Entchen schwimmen auf dem See. Aber auf einmal waren sie alle weg, die Entchen. Durch ein Ablaufrohr geflutscht. Und die Feuerwehr musste sie in einer vierstündigen Rettungsaktion wieder herausfischen.

Passiert ist das am Sonntagnachmittag, 30. Mai 2010, beim Seniorenheim Haus Johann Sebastian Bach. „Hinter dem Haus gibt es einen Tümpel, der schon seit Jahren von Enten genutzt wird“, sagt die Heimleiterin Petra Gottsand. Im Tümpel steckt ein Überlaufrohr. Normalerweise ist das mit einer Kappe gesichert, doch die fehlte. Mit dem Ergebnis, dass die sechs Entenküken, eines nach dem anderen im Rohr verschwanden. „Ein Besucher bemerkte das, watete in den Tümpel und hat versucht, das zu verhindern“, so Gottsand. Vergeblich.

Also musste die Feuerwehr ran. Zunächst pumpten die Männer das Wasser ab, was gar nicht so einfach war, da der Schlamm immer wieder das Rohr verstopfte. Dann begannen die Feuerwehrmänner, das Überlaufrohr aus dem Schlamm freizuschaufeln. Darunter befindet sich ein kleines Auffangbecken.

Die Feuerwehrleute schraubten den Deckel ab, einer der Männer griff hinein und holte fünf Entenküken raus. Doch damit war es nicht getan: „Einer der Männer meinte, „Ich höre da noch etwas“, berichtet Gottsand. Und tatsächlich, eines der Küken war in ein sich anschließendes Abflussrohr geschlüpft. Und damit unerreichbar. Die Frage war: Wie bekommt man es da raus? Einer der Männer stieg in einen Hauptschacht, in dem das Abflussrohr mündet. Ein anderer stieg in den Tümpel und zog das Ablaufrohr raus, so wie man den Stöpsel aus einer Badewanne zieht.

Das restliche Wasser lief in das Rohr und spülte die kleine Ente direkt in die Hände des Kollegen. Und als das letzte Entchen geborgen war, applaudierten die Senioren, die ringsherum an den Fenstern standen. Vier Stunden dauerte der Einsatz. „Tierrettung hat für uns die zweithöchste Priorität, da werden wir auch entsprechend tätig“, sagte Einsatzleiter Martin Kröhl.

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