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Tirol: Explodierende Kosten für das Feuerwehrwesen

Tirol: Die Diskussion um die Kosten für die Feuerwehr geht weiter. Am Montag, dem 31. Mai 2010, hat die Landesregierung Zuschüsse in Höhe von 1,3 Mio. Euro beschlossen. Gleichzeitig kämpfen Feuerwehren, Gemeinden und das Land mit einer massiven Kostensteigerung in diesem Bereich.

Die Hauptlast für die Finanzierung der Feuerwehren tragen die Gemeinden. Dazu kommen Zuschüsse des Landes und zum Teil auch Eigenleistungen. Angesichts der steigenden Finanzprobleme wird es für die Gemeinden aber zunehmend schwieriger, einsatzstarke Feuerwehren zu erhalten.

Schöpf: Kosten dramatisch gestiegen
Ernst Schöpf, Präsident des Tiroler Gemeindeverbandes und Bürgermeister von Sölden, denkt an eine Verdichtung im Feuerwehrwesen: „Wir haben die Situation, dass die Fahrzeugkosten, aber auch die Baukosten für Gerätehauser dramatisch gestiegen sind. Ein Sparpotential sehe ich im engeren Zusammenrücken.“

Steixner: Ja zu Grundgerätschaften
Sicherheits-Landesrat Anton Steixner (ÖVP) bekennt sich zum sorgfältigen Umgang mit den Finanzen bei den Zuwendungen an die Feuerwehren. Er rechnet aber grundsätzlich vor, dass in Tirol jeden Tag die Feuerwehren 40 Mal zum Schutz der Bevölkerung ausrücken: „Die Grundfrage, ob es in jedem Dorf ein Feuerwehrhaus und ein Feuerwehrauto geben soll, ist für mich mit ja beantwortet: Denn wenn ich die Grundgerätschaften nicht habe, fehlt mir auch das Personal“, so Steixner.

Beratung durch den Landesfeuerwehrverband
Der Landesrechnungshof empfiehlt angesichts der in den letzten Jahren massiv gestiegenen Kosten im Feuerwehrwesen, künftig noch sorgfältiger und genauer zu rechnen. Der Landesfeuerwehrverband will Gemeinden intensiv beraten, wenn es darum geht, was wo investiert bzw. angekauft werden soll.

ORF Tirol

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