Tirol: Gewitter und Hagel in Innsbruck
Innsbruck (Tirol): Hagel und heftige Gewitter haben den Raum Innsbruck und das nördliche Zillertal Samstagnachmittag, 17. Juli 2010, in Atem gehalten. Stadtteile standen unter Wasser, Straßen wurden gesperrt, Wasser drang ins Landesmuseum ein.
Feuerwehrpumpen im Dauereinsatz: Stark betroffen war z.B. die Innsbrucker Altstadt, dort stand das Wasser teils bis zu einem halben Meter hoch. Laut Auskunft der Berufsfeuerwehr konnte die Kanalisation die plötzlichen Wassermassen nicht mehr aufnehmen, nachdem Hagel die Gullis verstopft hatte. Mit Großpumpen versuchten die Feuerwehren, das Wasser abzupumpen. Auch einige Geschäfte waren betroffen, in denen das Wasser einige Zentimeter hoch stand. Eine zweite Gewitterzelle zog über das Zillertal, auch dort gab es massive Regenfälle und Hagel. Verletzt wurde nach ersten Informationen bisher niemand.
Wasser auch im Museum: Schäden meldete auch das Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck. Durch die Kanalisation wurde laut einem Museumssprecher Wasser in ein Depot hochgedrückt. Tausende Bücher wurden nass und mussten aus dem Museum hinausgetragen werden. Der Wiltener Tunnel an der Inntalautobahn musste vorübergehend gesperrt werden. Auch dort floss das Wasser nicht ab. Bis zum Abend waren sämtliche Freiwillige Feuerwehren des Bezirks in die Landeshauptstadt gekommen. Sie unterstützten die Innsbrucker Berufsfeuerwehr beim Wasserabpumpen. Mehrere hundert Einsätze standen am Abend noch an.
Erste Ernteschäden: Entlang der Martha-Dörfer richtete der Hagel Schäden auf den Feldern an. Alle Freiwilligen Feuerwehren waren im Einsatz.
