Bgld: Flurbrand entpuppt sich als Gewaltverbrechen
Nickelsdorf/Zurndorf (Bgld): Was zunächst wie ein harmloser Flurbrand aussah, entpuppte sich als grausames Gewaltverbrechen:
Feuerwehrmann entdeckt brennende Frauenleiche
Zwischen einem Maisfeld und einem Windschutzgürtel bei Nickelsdorf im Burgenland entdeckte ein Feuerwehrmann aus Zurndorf Dienstagabend die brennende Leiche einer Frau.
Der Feuerwehrmann war auf der B10 von Nickelsdorf nach Zurndorf unterwegs, als er etwa 400 Meter von der Straße entfernt Rauch bemerkte. „Ich bin in den Feldweg eingebogen und ausgestiegen, um zu schauen, wie groß der Brand ist“, schildert der Zurndorfer. Was er dort fand, war die noch brennende Leiche einer Frau. „Ich hab‘ das nur aufgrund der Schuhe vermutet, der Oberkörper war total verkohlt“, berichtet der Feuerwehrmann, der sofort seine Kollegen und die Polizei verständigte. „Die fünf Minuten, bis die anderen eintrafen, waren nicht lustig“, erzählt er, sichtlich mitgenommen.
Mordserie oder doch nur Zufälle?
Zuletzt wurde im Mai spekuliert, ob es Zusammenhänge zwischen ähnlich gelagerten Verbrechen an Prostituierten bzw. unbekannten Frauen gibt. „Zwei Fälle gehören sehr wahrscheinlich zusammen“, sagt Leopold Etz, Leiter der NÖ-Mordkommission. Und meint damit die Morde an der Prater-Prostituierten Katerina Vavrova (2007) und Petya Filkova (2010), die beim Wiener Westbahnhof auf den Strich ging. Ihre angezündeten Leichen wurden in Asparn/Zaya, Bezirk Mistelbach, bzw. bei Hohenruppersdorf, Bezirk Gänserndorf, gefunden.
Ähnlichkeiten gibt es auch mit dem Verbrechen an Gerti Bachner (1987), die ebenfalls am Praterstrich ihr Geld verdient hatte und deren verkohlte Leiche bei Stockerau entdeckt wurde. Da die Identitäten von zwei 2005 bei Pirka, Steiermark, und 2008 in Völkermarkt, Kärnten ermordeten und angezündeten Frauen ungeklärt sind, trauen sich Kriminalisten über Hintergründe und etwaige Parallelen keine verbindlichen Aussagen zu treffen.
