Vbg: Brandmeldeanlagen: 90 Prozent Fehlalarme
Vorarlberg: Über 90 Prozent aller Meldungen von Brandmeldeanlagen sind Fehlalarme. Meist rückt die Feuerwehr vergeblich aus, doch für die schnelle Brandbekämpfung sind die mehr als 600 Anlagen im Land dennoch unverzichtbar.
Mehr als 600 Brandmeldeanlagen gibt es in Vorarlberg, die automatisch mit der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle verbunden sind. 2009 haben sie 935-mal Alarm ausgelöst. Nur 51-mal hat es wirklich gebrannt. 15 Prozent aller Brände wurden somit von Brandmeldern erfasst, im Bereich Industrie und Gewerbe sind es bereits 50 Prozent.
Giselbrecht: „Brandmelder unverzichtbar“
Brandmelder seien unverzichtbar, um Leben zu retten und größere Sachschäden zu verhindern, sagt Kurt Giselbrecht von der Brandverhütungsstelle, denn bei Brandmeldern bleibt das Feuer in über 90 Prozent der Fälle auf die Ausbruchsstelle beschränkt.
Gründe: Handwerksarbeiten und Wasserdampf
Die Fehlalarme nehme man gerne in Kauf, wenn man dadurch im Ernstfall Leben retten könne, so Günther Watzenegger vom Landesfeuerwehrverband – auch wenn es vergangenes Jahr über 850 Fehlalarme gab, bei denen die Feuerwehr umsonst ausgerückt ist. Die Abgeltung dieser Einsätze ist übrigens vertraglich mit den jeweiligen Betreibern geregelt.
Grund für Fehlalarme sind größtenteils Handwerksarbeiten oder Wasserdampf, technische Defekte sind seltener.
