Tirol: Feuerteufel von Sautens verurteilt
Innsbruck (Tirol): Am Landesgericht Innsbruck musste sich am Freitagvormittag, 24.9.2010, der sogenannte Feuerteufel von Sautens wegen vierfacher Brandstiftung verantworten. Der 20-Jährige wurde zu zwei Jahren Haft verurteilt, allerdings bedingt.
Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit
Viel hat die interessierte Öffentlichkeit vom 20-jährigen Brandstifter nicht mitbekommen. Auf dessen Wunsch fand der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Klar ist, dass der Angeklagte eine seelische Störung höheren Grades hat, wie es in der Urteilsbegründung geheißen hat.
Angeklagter leidet an Persönlichkeitsstörung
Der Brandstifter leide an einer „selbstunsicheren Persönlichkeitsstörung“, das geht aus einem Gutachten hervor, das in Auftrag gegeben wurde. Der Mann leide unter Unsicherheits- und Minderwertigkeitsgefühlen. Die habe er vermutlich versucht zu kompensieren, indem er bei der Feuerwehr den Helden spielte, so die Gerichtsgutachterin.
Feuer selbst gelegt dann gelöscht
In vier Fällen hat der 20-jährige Oberländer das Feuer selbst gelegt und dadurch einen immensen Schaden verursacht. Ein Wohnhaus und mehrere Wirtschaftsgebäude brannten nieder. Der Sachschaden ist enorm. Weil der Angeklagte aber in vier Fällen das Feuer selbst gelegt hat und dadurch einen immensen Schaden verursachte, wurde er wegen Brandstiftung zu zwei Jahren Haft und der Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher verurteilt, allerdings nur bedingt.
Angeklagter hat Auflagen zu erfüllen
Der Angeklagte muss nicht ins Gefängnis. Aber er hat Auflagen zu erfüllen. Der 20-Jährige muss sich einer Psychotherapie unterziehen. Er ist mit einem Alkoholverbot belegt, das wird wöchentlich kontrolliert. Zudem muss er einer geregelten Beschäftigung nachgehen, bekommt Bewährungshilfe und darf während der nächsten fünf Jahre bei keiner Feuerwehr tätig werden.
Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
