Deutschland: 15 Rinder und zwei Pferde sterben bei Großbrand in Stade

Stade (Deutschland): Bei einem Großbrand in Stade, Schölischer Straße, ist in der Nacht zu Montag, 11. Oktober 2010, ein Teil eines kombinierten Viehstalls und einer Lagerscheune mit Massen an Stroh zerstört worden.
n den Flammen verendeten mindestens 15 Jungrinder und zwei Pferde. 50 Rinder konnten nach ersten Informationen in letzter Minute vor dem Feuer in Sicherheit gebracht und auf eine nahe liegende Weide getrieben werden. Bei den ersten Rettungsarbeiten wurden drei Menschen verletzt. Der Rettungsdienst brachte sie ins Elbe Klinikum.

Kurz nach drei Uhr sei das Feuer bemerkt worden. Unter anderem eine TAGEBLATT-Zeitungsausträgerin, die mit ihrer Arbeit beginnen wollte, wurde durch lautes Knallen und Brandgeruch auf das Feuer aufmerksam. Dramatisch waren die ersten Minuten, als Ersthelfer zusammen mit Mitgliedern der Landwirtsfamilie versuchten, die von Flammen und Rauch eingeschlossenen Tieren aus dem Stall zu retten. Das gelang ihnen zum Teil auch.

Doch drei Menschen erlitten bei ihrem engagierten und mutigen Einsatz möglicherweise eine Rauchgasvergiftung und mussten anschließend vom Rettungsdienst in Krankenhaus gebracht werden. Ein Mann hatte sich nach Mitteilung von Polizei und Feuerwehr am Arm Brandverletzungen zugezogen.
Im Löscheinsatz waren Aktive der beiden Stader Feuerwehrzüge, der kompletten Bützflether Feuerwehr – einschließlich Bützflethermoor – und der Dow-Werkfeuerwehr. Stundenlang kämpften die Helfer gegen Rauch und Flammen an. In dem großen Strohhaufen fanden die Flammen reichlich Nahrung, so dass sie immer wieder aufflackerten. Die Löscharbeiten dauern noch an. Zum Brandort angerückt waren auch Rettungswagen mit Rettern von DRK und der Johanniter-Unfallhilfe.

Die Höhe des Brandschadens ist noch nicht bekannt. Auch über die Entstehung des Feuers konnten Feuerwehr und Polizei am frühen Morgen noch keine Angaben machen. Angefangen haben soll der Brand nach ersten Ermittlungen der Polizei in einem offenen Bereich der Strohscheune. Die Untersuchungen dauern an. Die Schölischer Straße ist wegen des Feuerwehreinsatzes komplett gesperrt.
Während die Einsatzkräfte den Brand in Schölisch bekämpften, lief bei der Rettungsleitstelle im Wiepenkathen eine zweite Brandmeldung auf. Im Elbe Klinikum war Brandgeruch festgestellt worden. Zur Prüfung der Lage war die Ortsfeuerwehr Wiepenkathen alarmiert worden. Doch im Krankenhaus wurden keine Flammen entdeckt. Durch die Belüftungsanlage könnte Brandgeruch von draußen in das Gebäude gezogen sein.

In der ganzen Stadt Stade roch es am frühen Morgen nach Rauch. Besorgte Bürger riefen bei der Leitstelle und erkundigten sich nach der Ursache.
