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Deutschland: Reifenplatzer -> 3-jähriges Kind bei Überschlag von Dach erdrückt

Weyarn (Deutschland): Bei einem tragischen Unfall auf der A8 zwischen Weyarn und Holzkirchen ist ein kleines Mädchen gestorben.

Der Unfall passierte am Sonntag gegen elf Uhr Vormittags. Wie die Polizei berichtet, war ein 33-jähriger Autofahrer zusammen mit seiner 31-jährigen Frau, dem sechs Monate alten Sohn und der dreijährigen Tochter auf der Rückreise von Bosnien nach Holland. Der Mann fuhr mit seinem BMW mit circa 130 Stundenkilometern auf der linken Fahrspur, als plötzlich der linke Hinterreifen platzte. Der Familienvater verlor sofort die Kontrolle über das Fahrzeug. Der BMW schleuderte über die Fahrstreifen und prallte gegen die Schutzplanke. Diese wirkte wie eine Sprungschanze. Das Auto flog gegen einen Baum, entwurzelte diesen und blieb auf der Beifahrerseite liegen.

Das Heck des Autos wurde bei dem Aufprall nahezu abgerissen. Die Mutter und das Mädchen saßen auf der Rücksitzbank. Wie die Polizei berichtet, wurde die Dreijährige durch das stark deformierte Dach nahezu erdrückt. Ersthelfer konnten die Kleine erst aus dem Unfallauto bergen, nachdem vier Männer das Auto angehoben hatten. Obwohl sich unter den Ersthelfern Mediziner befanden und viele hilfsbereite Verkehrsteilnehmer an der Unfallstelle waren, konnte man dem Mädchen nicht mehr helfen. Die Dreijährige erlag ihren Kopfverletzungen. Der Säugling blieb, von ein paar blauen Flecken abgesehen, wie durch ein Wunder unverletzt. Mutter und Vater erlitten leichte Verletzungen. Die drei kamen in ein Münchner Krankenhaus.

Laut Polizei wäre dieser tragische Unfall vermeidbar gewesen, denn auf der Hinterachse des BMW waren zehn Jahre alte Reifen montiert. Diese verfügten nicht mal über die geforderte Mindestprofiltiefe, so die Polizei. Die Feuerwehr Weyarn war mit 29 Helfern vor Ort, so auch mehrere Rettungsfahrzeuge. Auf der A8 kam es drei Stunden zwischen Weyarn und Holzkirchen zu erheblichen Behinderungen. Die Polizei dankt den Ersthelfern, die sich laut dem Bericht „aufopfernd“ um die Verletzten gekümmert haben.

Augsburger Allgemeine

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