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Deutschland: „Liebesmobil“ brannte komplett aus

Mülheim (Deutschland): Ein Raub der Flammen wurde Dienstagmorgen, 9. November 2010, gegen 9.45 Uhr ein Wohnmobil in Blankenheim-Mülheim. Dank des geistesgegenwärtigen Handelns eines Landwirts wurde wohl Schlimmeres verhindert. Das Wohnmobil wurde als „Liebesmobil“ genutzt.

Ein Raub der Flammen wurde gestern Morgen gegen 9.45 Uhr ein Wohnmobil in Blankenheim-Mülheim. Dank des geistesgegenwärtigen Handelns eines Landwirts wurde wohl Schlimmeres verhindert.

Ein als so genanntes „Liebesmobil“ genutztes Wohnmobil älteren Baujahrs war nach ersten Ermittlungen der Polizei wegen eines Batteriedefekts in einer Werkstatt zur Reparatur gewesen. Danach war es auf dem Hof von Landwirt Alfred Meyer in der „Eichergasse“, gleich gegenüber des Feuerwehrgerätehauses der Löschgruppe Mühlheim, abgestellt worden. Das Campingfahrzeug parkte direkt neben einer Holz-Scheune, in der sich unter anderem brennbare Materialen wie Heu und Stroh befanden.

Blitzschnelle Reaktion: Der 75-Jährige bemerkte nach kurzer Zeit Rauch. „Es roch plötzlich stark nach Feuer. Ich ließ sofort die Feuerwehr rufen“, schilderte der Landwirt. Und Meyer handelte reaktionsschnell: Noch während die Feuerwehr gerufen wurde, spannte er gemeinsam mit einem Lastwagen-Fahrer, der zufällig an seinem Haus vorbeikam, ein dickes Stahlseil an das Wohnmobil und zog es mit seinem Traktor vom Hof auf die Straße. Dort brannte das Wohnmobil komplett aus. Das Gefährt habe, so Alfred Meyer, binnen weniger Sekunden lichterloh in Flammen gestanden.

Feuerwehr-Einsatzleiter Willi Heck und die Polizisten lobten das umsichtige Verhalten des Landwirts. „Wäre das Wohnmobil auf seinem Hof ausgebrannt, hätte ein noch größerer Schaden entstehen können“, so die Einschätzung der Einsatzkräfte nach erster Erkundung der Umgebung. Die Feuerwehren aus Blankenheim und Tondorf eilten zum Brand. Die Wehrleute mussten äußerst vorsichtig zu Werke gehen, da sich im Wohnfahrzeug zwei Gasflaschen befanden. „Eine der Gasflaschen zündete durch“, berichtete Heck. Dies bestätigten Augenzeugen. „Man konnte mehrmals lautes Knallen hören“, so einige Anwohner. Unter Atemschutz löschten die Feuerwehrkräfte das Fahrzeug ab.

Personen waren nicht in Gefahr, wie Wehrleiter Heck erklärte. „Auch nicht im Wohnmobil.“ Bei dem Gefährt handelt es sich nach Angaben der Einsatzkräfte um eines der so genannten „Liebesmobile“. Es stehe zu diesem Zweck an der B 51. Die Prostituierte, die im Wohnmobil ihre Dienste anbietet, war nicht in Gefahr, sie war zum Zeitpunkt des Brandes nicht im Wohnwagen.

Vor einigen Jahren waren mehrere „Liebesmobile“, die entlang der B 51 standen, angezündet worden. Eine Brandstiftung hält die Polizei nach ersten Erkenntnissen für eher unwahrscheinlich, das Feuer brach offenbar aufgrund eines technischen Defekts aus. Zur genauen Ermittlung der Ursache wurde das Wrack aber beschlagnahmt.
Den entstandenen Sachschaden bezifferte die Polizei aufgrund des älteren Baujahrs des Wohnmobils auf rund 1000 Euro.

Kölnische Rundschau

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