Deutschland: Feuerlöschboot Friedrichshafen wieder im Dienst
Friedrichshafen (Deutschland): Das Feuerlöschboot der Friedrichshafener Feuerwehr ist nach einem Werftbesuch wieder einsatzbereit. Die Landesregierung gibt 102.000 Euro zur Instandsetzung dazu.
Das Feuerlöschboot der Friedrichshafener Feuerwehr ist wieder einsatzbereit. Davon überzeugten sich bei einem Ortstermin Bürgermeister Peter Hauswald, Stadtbrandmeister Louis Laurösch und der Leiter des Städtischen Amtes für Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt, Hans-Jörg Schraitle.
„Rund zweieinhalb Monate war das Schiff in der Werft. Die Überholung und Instandsetzung kostete 102.000 Euro, die das Land Baden-Württemberg erfreulicherweise als zuständige Stelle für die Sicherheit auf dem Bodensee übernommen hat“, sagte Hauswald.
Den Werftbesuch hatte das Boot bitter nötig, darin waren sich alle Beteiligten einig. Es wurde 1973 beim Volkseigenen Betrieb (VEB) Köpenick in der früheren DDR gebaut und versah seinen Dienst auf der Ostsee unter dem Namen „Ziege“. 1993 kam es über das Land Baden-Württemberg an die Freiwillige Feuerwehr Friedrichshafen. Ein ähnliches Boot desselben Typs erhielt auch die Stadt Konstanz vom Land.
„Unser Feuerlöschboot ist für die Sicherheit auf dem See von großer Bedeutung“, unterstrich Feuerwehr-Kommandant Louis Laurösch. Zwischen zehn- bis 15 Mal jährlich würden die Männer des Löschbootes zu Schiffsbränden und zur Unterstützung bei der Seenotrettung zur Hilfe gerufen. Gerade auch bei besonders starkem Wind oder Sturm müsse das Boot häufig eingesetzt werden, erläuterte Laurösch.
Besatzungsmitglied Ronald Petz erinnert sich: „Im Sommer 2009 wurden wir zu einem havarierten Segelschiff gerufen. Wir konnten mit dem Beiboot bei fast drei Meer hohen Wellen ein Ehepaar aus Stuttgart retten und wieder an Land bringen. Das war ein bewegendes Erlebnis.“
Nicht nur bei Seenot gelte es einzugreifen, so Laurösch, ausrücken müsse die achtköpfige Mannschaft auch bei Ölwehreinsätzen. „Das ist dann der Fall, wenn eine Yacht gekentert ist und Öl ausläuft. Dann helfen wir bei der Bergung und pumpen das Wasser-Ölgemisch über einen Ölabscheider aus der Yacht.“ An Bord des Löschbootes sind im Übrigen vier Schiffsführer: Einsatzleiter, Steuermann, Navigation und Kommunikation, zudem vier Einsatzkräfte für die entsprechenden Rettungsmaßnahmen.
Fast wie neu sieht die „Ziege“ nach der Verschönerungskur wieder aus. Der gesamte Rumpf und das Deck wurden neu gestrichen, Elektrik und Beleuchtung ersetzt. Außerdem tauschte man auf der Werft das defekte Navigationsgerät und das Echolot gegen neue Geräte aus. Repariert wurden ferner der Antrieb sowie die Steuerung.
