Oö: CO-Vergiftung konnte bei Kaminbrand abgewendet werden
Wels (Oö): Am Abend des 23. Dezember 2010 alarmierte eine Hausbesitzerin die Freiwillige Feuerwehr zu einem
Kaminbrand in die Gärtnerstraße.
Aus bisher unbekannter Ursache kam es zu einem Funkenflug im Kamin. Durch die Feuerwehr und einem beigezogenen Rauchfangkehrer wurde der Kamin kontrolliert, es konnte jedoch kein offener Brand festgestellt werden. Aufgrund eines starken, undefinierbaren Geruches musste nach Absprache mit der Besitzerin, ein Teilstück der Mauer aufgerissen werden. Dabei wurde ein Loch im Kamin mit
einem Querschnitt von ca 20x10cm im Bereich des Schlafzimmers entdeckt. Der Ofen wurde durch den Rauchfangkehrer ausgeräumt und das Loch durch diesen provisorisch verschlossen. Wenn der Defekt am Kamin nicht festgestellt worden wäre, wäre unkontrolliert giftiges CO
in das Schlafzimmer (!) ausgetreten und hätte sich im gesamten Haus schleichend verteilt.

Abschließend wurde der gesamte betroffene Bereich durch die Feuerwehr mit einer Wärmebildkamera kontrolliert, es konnte keine weitere Gefährdung festgestellt werden. Die Familie wurde durch den Einsatzleiter darauf hingewiesen, dass Teilbereiche bis zur ordnungsgemäßen Reparatur des Kamins nicht bewohnt werden sollen. Durch den Rauchfangkehrer wurde die Betriebsstätte geschlossen.
