Nö: Bei Freiwilligenarbeit Freunde treffen
Niederösterreich: Eine aktuelle Studie zur Freiwilligenarbeit zeigt, warum sich Menschen in den Dienst der guten Sache stellen.
Die Mehrheit der Befragten will bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit Menschen treffen und Freunde gewinnen.
Helfen macht Spaß: 85 Prozent der Befragten wollen bei ihrem Engagement Menschen treffen und Freunde gewinnen, gleich 94 Prozent sagen, ihnen mache Helfen einfach Spaß.
„Vor allem hat man das gute Gefühl, dass man kein blinder Passagier in der Kommune ist, sondern dass ich aktiv mitgestalte,“sagt Psychoanalytikerin Rotraud Perner.
Freiwillige können selbst profitieren: Sich berühren lassen und letztlich auch selbst davon profitieren. Das nennen mehr als drei Viertel aller Befragten als weiteres Motiv. Weil die eigene Lebenserfahrung erweitert wird, weil man selbst dazulernen und Erfahrungen teilen könne. Nicht nur in der Alten- und Krankenbetreuung.
Man hat selbst das Gefühl, dass persönlich etwas weitergeht“, sagt Perner. Wenn man entdeckt, dass man etwas kann und die Möglichkeit hat, etwas zu tun, dann sei das erfüllend – teilzuhaben an wichtigen Momenten im Leben der Anderen. Es sei auch die Chance sich zu entwickeln, zu wachsen, heißt es.
Jeder zweite NÖ ehrenamtlich tätig: Jeder zweite Niederösterreicher ist als freiwilliger Helfer in einer Organisation oder auch in der Familien- und Nachbarschaftshilfe aktiv. Jeder zweite Niederösterreicher aber auch tut das nicht.
Nur sechs Prozent der Befragten sagen, sie hätten schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht. 50 Prozent sagen, sie hätten darüber noch nicht nachgedacht und sogar 60 Prozent, seien niemals nach ehrenamtlicher Tätigkeit gefragt worden. „Man muss mit gutem Beispiel vorangehen. Mitgefühl und Unterstützung braucht man immer“, sagt Perner.
