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Deutschland: Drei Tote bei Wohnhausbrand in Berlin-Neukölln

Berlin (Deutschland): Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Berlin-Neukölln sind am Samstagmorgen, 12. März 2011, drei Menschen ums Leben gekommen. Die Feuerwehr teilte mit, dass ein Mann, eine Frau und ein Säugling tot gefunden worden seien.

Der Brand war am frühen Morgen in der ersten Etage eines Hinterhauses in der Sonnenallee ausgebrochen. Ein Feuerwehrsprecher sagte der Nachrichtenagentur dpa, von dem Brand in der Wohnung sei die ganze Etage erfasst worden. Gegen 8.00 Uhr hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Die Ursache ist noch unklar.

Bei den Toten, die in der Wohnung gefunden wurden, handelt es sich vermutlich um eine Familie. Der Vater wollte sich nach Angaben der Feuerwehr durch einen Sprung aus dem Fenster retten und kam dabei ums Leben. Es sei noch unklar, ob er an seinen Brandverletzungen oder durch den Sturz starb.

Drei weitere Bewohner kamen mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Bei dem Brand erlitten zudem 15 Menschen leichte Verletzungen. Insgesamt wurden 31 Personen, die zum großen Teil türkische und bosnische Wurzeln haben, in Sicherheit gebracht. Sie wurden vor Ort in einem Bus der Berliner Verkehrsbetriebe betreut.

Die Feuerwehr war mit vier Staffeln vor Ort. Nach Polizeiangaben wurden Luftkissen vor dem Gebäude in der Sonnenallee aufgeblasen, so dass Bewohner sicher aus dem Haus springen könnten. Ein Polizeisprecher sprach von «dramatischen Szenen».

Die Verkäuferin in einer benachbarten Bäckerei hatte die Feuerwehr gegen 6.00 Uhr gerufen, da sie Qualm gesehen und Schreie gehört habe. In dem vierstöckigen Hinterhaus sind vermutlich zwei Wohnungen von dem Feuer verwüstet worden. Die Bewohner müssen in Notunterkünfte untergebracht werden. Hobrecht- und Reuterstraße sowie ein Teil der Sonnenallee wurden gesperrt.

Mitteldeutsche Zeitung

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