Oö: FF Vorderstoder und Hinterstoder üben auf 1.200 m Seehöhe
Vorderstoder & Hinterstoder (Oö): Bei der Gruppenübung am 14.04.2011 wurde ein besonderes Übungsobjekt
ausgewählt – nämlich das im Herbst 2010 neu eröffnete Landesnachwuchszentrum auf den Hutterer Böden in Hinterstoder.
Dieses Zentrum bietet dem OÖ. Skisport die optimale Trainingsgelegenheiten, um sich auf beispielsweise Skirennen vorzubereiten. Neben den 3 und 4 Bettzimmern befinden sich Seminar- und Trainingsräume, Skiwerkstätten und Garagen in dem Gebäude. Die Beheizung des Gebäudes erfolgt mittels Holzpellets. Übungsannahme war der Ausbruch eines Glimmbrandes im Pelletslagerraum mit starker Verrauchung des Gebäudes sowie einer vermissten Person.

Für den Übungsfall eine gute Möglichkeit zur Schulung der C-Fahrer, aber im Ernstfall eine schwierige Situation ist der lange Anfahrtsweg der Feuerwehren zu den auf 1.400 Meter hoch gelegenen Hutterer Böden. Der einzige Weg führt Sommer und Winter über die 9 km lange Mautstraße. Neben dem Landesnachwuchszentrum befinden sich ca. 100 andere Gebäude auf den Hutterer Böden. Das Spektrum reicht von der Skihütte bis zum Hotel bzw. Landeserholungsheim. Und es sollen in Zukunft noch weitere Gebäudekomplexe entstehen.
Nach ca. einer halben Stunde konnten Pumpe und Tank 2 Hinterstoder das Übungsobjekt erreichen. Der Atemschutztrupp durchsuchte das Gebäude und konnte anhand der Brandschutzpläne die vermisste Person rasch retten.
Währenddessen wurde von Pumpe Hinterstoder die Wasserversorgung aufgebaut. Hier hat der vor zwei Jahren stationierte fahrbare Druckreduzierer gute Dienste erwiesen, da die einzig vernünftig nutzbare Wasserversorgung, jene der Beschneiungsanlage der HIWU Bergbahnen ist Auf Grund des Gefälles vom Speicherteich muss der Druck reduziert werden, die normal verwendeten Schläuche und Armaturen diesem Druck nicht standhalten würden.
Weiters wurde auf Grund des neu erarbeiteten Alarmplanes mit Zoneneinteilung des Pflichtbereichs Hinterstoder die Feuerwehr Vorderstoder über Funk mitalarmiert. Im Ernstfall würden bei Alarmstufe 2 und 3 sechs bzw. acht Feuerwehren vor Ort sein. Durch die fast zeitgleich eintreffenden Kameraden der Feuerwehr Vorderstoder wurde eine zweite Löschleitung aufgebaut sowie ein Reserveatemschutztrupp gestellt. Nach ca. 2 Stunden konnte die Übung erfolgreich beendet werden.

Bei der anschließenden Nachbesprechung wurden abermals die Schwierigkeiten der wirkungsvollen Brandbekämpfung in der Erstphase, welche auf Grund der geographischen Lage (besonders im Winter) äußerst schwierig ist, hervorgehoben. Hier ist eine effektive Erste Löschhilfe unabdingbar.
Ein Dank gilt seitens der Feuerwehr Hinterstoder dem Geschäftsführer des LNZ Hinterstoder Ing. Karl Reisenbichler und dessen Vertreter Baumeister Siegfried Kniewasser für die Führung durch das Gebäude und die Möglichkeit dieses Gebäude zu beüben.
