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Moderne Spezialausrüstung für Tirols Feuerwehren: Neue Gefahrgutfahrzeuge und Strahlenschutzausrüstung übergeben

TELFS (TIROL): Im Rahmen einer feierlichen Übergabe an der Landes-Feuerwehrschule Tirol in Telfs wurden am Freitag, den 6. November 2026, zwei neue Gefahrgutfahrzeuge offiziell an die Freiwilligen Feuerwehren Kitzbühel und Jenbach übergeben. Gleichzeitig erhielten neun Strahlenschutzstützpunkte in ganz Tirol neue Rollcontainer mit Spezialausrüstung.

Mit der Übergabe wird die Modernisierung der Sonderausrüstung der Tiroler Feuerwehren weiter vorangetrieben. Die beiden neuen Gefahrgutfahrzeuge ersetzen ihre bisherigen, nahezu 30 Jahre im Einsatzdienst bewährten Vorgänger und stehen künftig für die Bewältigung unterschiedlichster Schadstoff- und Gefahrgutlagen zur Verfügung. Bereits im Mai dieses Jahres wurden zwei neue Gefahrgutfahrzeuge an die Feuerwehren Kufstein und Lienz übergeben

Zeitgemäße Technik für anspruchsvolle Gefahrguteinsätze

Die neuen Gefahrgutfahrzeuge verfügen über einen modernen Kofferaufbau und eine umfangreiche Spezialausrüstung zur Bewältigung von Einsätzen mit gefährlichen Stoffen.

Ein wesentlicher Bestandteil ist das modulare Beladungskonzept mit speziell abgestimmten Rollcontainern. Diese ermöglichen es, die benötigten Gerätschaften je nach Einsatzsituation gezielt bereitzustellen und flexibel einzusetzen. Die umfangreiche Ausstattung reicht von Geräten zum Auffangen und Umpumpen gefährlicher Flüssigkeiten bis hin zu speziellen Einsatzmitteln für komplexere Schadstoff- und Gefahrgutlagen.

Mit den neuen Fahrzeugen stehen den Stützpunktfeuerwehren Kitzbühel und Jenbach moderne Einsatzmittel zur Verfügung, um ihre überörtlichen Aufgaben auch in Zukunft bestmöglich wahrnehmen zu können.

Neue Rollcontainer für die Tiroler Strahlenschutzstützpunkte

Neben den Gefahrgutfahrzeugen bildete die Übergabe neuer Rollcontainer für Spezialausrüstung für den Strahlenschutz einen weiteren Schwerpunkt der Veranstaltung. Damit wird die Ausstattung der bestehenden Strahlenschutzstützpunkte in Tirol weiter modernisiert und an die aktuellen Anforderungen angepasst.

Die Strahlenschutztrupps der Feuerwehren übernehmen besondere Aufgaben bei Einsätzen, bei denen radioaktive Stoffe vermutet werden oder eine mögliche Strahlengefährdung besteht. Dazu zählen insbesondere das Aufspüren und Messen ionisierender Strahlung, die Beurteilung möglicher Gefährdungen sowie die Unterstützung der Einsatzleitung bei der Festlegung geeigneter Schutzmaßnahmen.

Landes-Feuerwehrkommandant Jakob Unterladstätter

Durch die Unterbringung der Ausrüstung auf Rollcontainern können die benötigten Einsatzmittel übersichtlich gelagert, rasch transportiert und am Einsatzort effizient bereitgestellt werden.

Folgende Strahlenschutzstützpunkte erhalten die neue Ausrüstung:

  • Bezirk Imst: Feuerwehr Imst
  • Bezirk Kufstein: Feuerwehr Unterlangkampfen
  • Bezirk Landeck: Feuerwehr Landeck
  • Bezirk Reutte: Feuerwehr Reutte
  • Bezirk Schwaz: Feuerwehr Schwaz
  • Bezirk Innsbruck-Land: Feuerwehren Telfs, Hall und Steinach
  • Bezirk Kitzbühel: Feuerwehr Kirchdorf

Bewährtes Stützpunktkonzept

Das Stützpunktkonzept der Tiroler Feuerwehren ermöglicht es, spezialisierte Einsatzmittel und entsprechend ausgebildete Mannschaften überörtlich zur Verfügung zu stellen. Die jeweiligen Stützpunktfeuerwehren unterstützen bei Bedarf auch andere Feuerwehren und arbeiten bei größeren Schadenslagen eng mit den örtlichen Einsatzkräften zusammen.

Gerade in den Bereichen Gefahrgut und Strahlenschutz ist neben der technischen Ausstattung eine laufende Aus- und Weiterbildung von besonderer Bedeutung. Die Landes-Feuerwehrschule Tirol übernimmt dabei eine zentrale Rolle und bereitet die Feuerwehrmitglieder mit gezielten Lehrveranstaltungen auf diese besonderen Herausforderungen vor.

Landes-Feuerwehrverband Tirol

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