Bgld/Nö: Zugkollision beim Bahnhof Bruckneudorf / Bruck a d. Leitha

Bruck an der Leitha (Nö): Zu einer Zugskollision wurden am Sonntag, den 11. Dezember 2011, um 17.13 Uhr die Feuerwehren Kaisersteinbruch, Bruck/Leitha, Parndorf sowie Neusiedl am See alarmiert. Eine in Richtung Eisenstadt ausfahrende Schnellbahngarnitur …
… wurde wenige 100 Meter nach dem Bahnhof Bruckneudorf von einer Richtung Wien einfahrenden Triebwagengarnitur seitlich touchiert und zum Teil aus den Schienen geworfen. In kürzester Zeit rückte ein Großaufgebot der Feuerwehren mit rund 70 Florianis und 14 Einsatzfahrzeugen unter der Leitung von Abschnittsfeuerwehrkommandant Anton Kandelsdorfer zum Unfallort aus.
Laut Auskunft des Roten Kreuzes mussten glücklicherweise aber nur drei Leichtverletzte zur weiteren Versorgung ins Krankenhaus transportiert werden. Die Feuerwehrkräfte unterstützen die Österreichische Bundesbahn und Exekutive beim Ausleuchten der Einsatzstelle sowie bei der Rückführung der restlichen Zugspassagiere in den Bahnhofsbereich.

Laut Polizei ist die Unfallursache im Moment noch nicht geklärt, die Ermittlungen sind noch am Laufen. Die Bahnstrecke selbst wurde gesperrt, gemäß Info der ÖBB wurde für Regionalzüge in diesem Bereich ein Schienenersatzverkehr eingerichtet, Fernzüge über Sopron umgeleitet. Neben den Feuerwehren waren 10 Rettungskräfte mit drei Fahrzeugen vor Ort sowie 14 Polizeibeamte mit 7 Streifenfahrzeugen.
Dem Umstand, dass sich die Züge aufgrund Bahnhofsnähe nur noch mit niedriger Geschwindigkeit berührten, ist sicherlich zu verdanken, dass es keine größeren Personenschäden zu verzeichnen gab.
Bezirks-Feuerwehrkommando Neusiedl am See (Burgenland)

ORF-BERICHT:
Züge im Bahnhof zusammengestoßen
Im Bahnhofsbereich von Bruck an der Leitha sind am Sonntag kurz nach 17 Uhr zwei Triebwagen zusammengestoßen. Vier Personen wurden verletzt. Der Zugverkehr wurde durch die Schäden massiv beeinträchtigt.
Wie es zu dem Unfall im Bahnhofsbereich von Bruck an der Leitha an der burgenländisch-niederösterreichiscn Grenze gekommen ist, steht noch nicht fest. Die beiden Triebwagen touchierten einander seitlich, dabei dürften beide Wagen entgleist sein – zunächst hieß es, dass lediglich einer der Wagen aus den Schienen gesprungen sei. Die Züge dürften laut dem ÖBB-Sprecher Christoph Posch bei langsamer Geschwindigkeit zusammengestoßen sein.

Bei dem Aufprall erlitten vier Personen leichte Verletzungen, drei Fahrgäste und ein Lokführer. Auch der Oberbau im Bahnhofsbereich wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen.
Ein Teilstück der Ostbahn, entlang der niederösterreichisch-burgenländischen Landesgrenze musste gesperrt werden. Um 18.00 Uhr hieß es, dass die Streckenunterbrechung voraussichtlich noch mehrere Stunden dauern werde. Railjetzüge von Wien nach Budapest müssen über Sopron umgeleitet werden. Die Aufräumarbeiten im Unfallbereich werden bis Montagvormittag andauern. Reisenden wird empfohlen, sich rechtzeitig über die aktuellen Verbindungen zu informieren.

Für Regionalzüge zwischen Bruck an der Leitha und Neusiedl wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Laut dem Sprecher der ÖBB waren auch mehrere Züge von der Sperre betroffen, die bereits auf der Strecke unterwegs waren. Die Passagiere wurden mit Bussen an ihr Ziel gebracht. Noch am Abend nahm eine Kommission die Ermittlungen auf. Denn noch steht nicht fest, was zu der Kollision geführt hat.
