Brand

Wien: Brand und Hauseinsturz nach vermutlicher Gasexplosion

bWien, Donaustadt: Vier nebeneinander liegende Häuser in der Wulzendorfstrasse sind als Reihenhäuser ausgebildet.

Vermutlich durch eine Gasexplosion kam es am 31. Dezember 2011 zum Einsturz eines Hauses und in weiterer Folge zu einem ausgedehnten Brand. Dieser breitete sich auch auf die angrenzenden Häuser sowie im Dachbreich auch auf ein weiteres Reihenhaus aus. Die Brände wurden umfassend unter Atemschutz, strassen- als auch gartenseitig mit mehreren Rohren sowie tragbaren Wasserwerfern und 2 Rohren über die Drehleitern, bekämpft. Mit dem Abbau des Trümmerkegels konnte erst begonnen werden, nachdem vom Störtrupp der Gaswerke die Gaszufuhr provisorisch unterbrochen wurde und keine Gasflammen mehr sichtbar waren. Aufgrund der massiven Zerstörung diverser Leitungen, wurde vom Störtrupp der Gaswerke die Gasleitung im betroffenen Bereich gesperrt und vom Störtrupp der E-Werke die Stromzufuhr zu den Reihenhäuser abgeschaltet, sowie vom Störtrupp der Wasserwerke die Wasserzufuhr zu den Häusern der betroffenen Strassenseite gesperrt. Für die Bewohner der Reihenhäuser werden Ersatzwohnungen von der Stadt Wien zur Verfügung gestellt.

Berufsfeuerwehr Wien

Medienbericht des ORF:

Gasexplosion in Reihenhaus vermutlich Suizid
In der Donaustadt ist es Samstagnachmittag zu einer schweren Gasexplosion gekommen. Ein Reihenhaus ist teilweise eingestürzt, vermutlich wollte der Bewohner seinem Leben mit der Explosion ein Ende bereiten. Am späteren Abend war der Brand, der auch auf das Nachbarhaus übergegriffen hatte, gelöscht. Die Explosion ereignete sich um 17.30 Uhr in der Wulzendorfstraße. Über den Notruf wurden Feuerwehr und Polizei verständigt. Laut Zeugen soll es unmittelbar vor Ausbruch des Feuers einen lauten Knall gegeben haben. Offenbar handelte es sich um eine Gasexplosion. Bewohner hatten vor der Explosion Licht in dem Haus gesehen. Bei der Explosion dürfte ein Mann ums Leben gekommen sein. Nach Angaben der Polizei soll der 44-Jährige, der in dem Haus allein lebte, Selbstmord begangen haben. Der Mann hatte mittels Aufdrehen der Gaszufuhr eine Explosion herbeigeführt, die das Gebäude komplett zerstört hat. Weitere Personen wurden laut Polizei nicht verletzt.

Nachbarn „im letzten Moment“ gerettet
Bei Ankunft der Feuerwehr stand das Haus in Vollbrand, am Abend war das Gebäude nur noch Schutt und Asche. Das Feuer ging teilweise auf das Nachbarhaus über, durch herumfliegende Trümmer wurden weitere Häuser in Mitleidenschaft gezogen. Die Häuser links und rechts stürzten teilweise ein und sind zur Gänze einsturzgefährdet. Die Trümmer sollen nach Angaben der Rettungskräfte bis zu 50 Meter weit geflogen sein. Aus dem rechtsstehenden Haus konnte eine Mutter mit ihrer Tochter laut Polizeiangaben „im letzten Moment“ gerettet werden. Für sie wurde ein Ersatzquartier gefunden. Das linke Haus stand zum Zeitpunkt der Explosion leer. Die Feuerwehr meldete gegen 20:00 Uhr Brand aus, allerdings wurde weiter gegen Glutnester angekämpft.

ORF.at

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