Medien / Fotografen

Sbg: Falsche Notrufe -> Ein zunehmendes Ärgernis

Salzburg: Immer wieder werden die Salzburger Feuerwehren von Anrufern in die Irre geführt – ohne Brand, ohne Unfall, ohne Notlage. Diese unnötigen Einsätze sind nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich. Und für die Anrufer wird es in den meisten Fällen teuer.

Langeweile, Mutproben, Sensationsgier, Nachbarschaftskonflikte oder auch der Alkohol- oder Drogenrausch sind für solche Anrufer bei der Notrufnummer der Feuerwehren die Motivation. „Das ist für uns ein großes Problem. Es gibt Mitmenschen, die glauben, dass das lustig ist“, sagt Eduard Schnöll, Branddirektor der Berufsfeuerwehr der Stadt Salzburg, „Die Motive sind in diesen Fällen sehr verschieden: Wir haben einen Fall gehabt, wo ein Pensionist jemanden zum Nachbarn geschickt hat.“
Mindestens einmal pro Woche rast in der Stadt Salzburg eine Löschbereitschaft mit fünf Fahrzeugen zu einem Einsatz, den es gar nicht gibt. Das sei ärgerlich, teuer und gefährlich, betont Schnöll: „Die sind nur aus Jux und Tollerei nicht vertretbar.“

Telefonate lassen sich zurückverfolgen: Was die böswilligen Anrufer nicht wissen: Sie werden erkannt. „Wir können alle diese Telefonate aufzeichnen, zurückverfolgen – auch unterdrückte Nummern“, betont Schnöll.
Auch bei den Freiwilligen Feuerwehren kommen immer wieder absichtliche Falschalarmierungen vor. Und in der Landesalarm und Warnzentrale wird ebenfalls zurückverfolgt und geahndet, betont Markus Neumayer, Technikchef im Salzburger Landesfeuerwehrkommando: „Leider kommen böswillige Notrufe immer wieder vor – von einem Zimmerbrand bis zu einem Wohnhausbrand und einem schweren Verkehrsunfall ist da die ganze Palette drinnen.“

Bußgeld und dazu Strafverfahren die Folge: Die Strafen sind im Notzeichengesetz geregelt. Nachsicht gebe es keine, so Staatsanwältin Barbara Feichtinger: „Das sind Bestimmungen, die dazu da sind, die öffentliche Sicherheit aufrecht zu erhalten. Wird mit bis zu sechs Monaten Haft oder einer Geldstrafe bestraft.“ Neben der gerichtlichen Strafe kostet eine Falschalarmierung 600 Euro. Zu zahlen an die Feuerwehr, unabhängig von den Konsequenzen bei Gericht.

ORF Salzburg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert