Oö: Zwei Tote bei schwerem Unfall auf der B3 bei Steyregg

Steyregg (Oö): Am 03.02.2012 wurde die Freiw. Feuerwehr Steyregg um 04.21 Uhr per Alarmsirene zu einem „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“ auf die B3 Höhe Avia-Tankstelle gerufen. An der Einsatzstellte, welche einem „Schlachtfeld glich, stellte sich heraus, …
… dass ein Renault Cabrio von der Straße abgekommen einen ersten Baum touchierte und an einen weiteren schließlich zerschellte. Bei der Lageerkundung durch Einsatzleiter OBI Breuer Christian wurde direkt neben dem Unfallfahrzeug eine verletzte Person aufgefunden. In weiterer Folge wurden im Umkreis von ca. 50 m zwei weitere männliche Unfallopfer entdeckt. Seitens der Feuerwehr Steyregg wurde in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Luftenberg umgehend ein 3-facher Brandschutz sowie Beleuchtung aufgebaut.

Im Zuge des Einsatzes stellte sich heraus, dass eine vierte weiblich Person in dem Unfallfahrzeug, welches aus Fahrtrichtung Linz in Richtung Perg unterwegs war, gesessen ist. Diese 25-jährige Frau konnte sich selbst aus dem Fahrzeugwrack befreien und irrte in ihrem Schock auf der Fahrbahn herum. Ein vorbeikommender Autolenker stoppte bei der Frau und brachte diese, nachdem sie gegenüber dem Lenker angab überfallenen worden zu sein, zu Verwandten nachhause.

Die Angehörigen wollten die Frau aufgrund einer vorhandenen Kopfverletzung ins Spital bringen. Bei der Fahrt ins Krankenhaus entdeckten die Angehörigen, dass sich im Straßengraben befindliche Unfallwrack und setzten in weiterer Folge die Rettungskette in Gang. Für 2 männliche Insassen im Alter von 26 und 31 Jahren kam leider jede Hilfe zu spät.

Ein weiterer männlicher Insasse wurde schwerst verletzt und die unter Schock stehende Frau mit Verletzungen unbestimmten Grades in das Krankenhaus nach Linz eingeliefert. Wie es zu diesem Unfall auf dem relativ geraden Straßenstück kommen konnte, kann aus Sicht der Feuerwehr Steyregg nicht festgestellt werden. Von der Feuerwehr Steyregg wurde die Unfallstelle noch gereinigt, dass Unfallfahrzeug geborgen und die Exekutive noch bei den Vermessungsarbeiten unterstützt. Die B3 – die Donaubundesstraße – war dem gesamten Zeitraum für den Verkehr gesperrt.

Dieser Einsatz war aufgrund der Außentemperatur von rund -15 Grad Celsius körperlich und aufgrund der Einsatzumstände auch psychisch für die eingesetzten Einsatzkräfte sehr belastend. Um 07.22 Uhr waren die Steyregger schließlich wieder einsatzbereit im Feuerwehrhaus.
ORF-BERICHT: TACHONADEL STAND BEI 190 KM/H
Bei Tempo 190 ist die Tachonadel hängen geblieben – so viel kann die Polizei inzwischen zur Ursache des Unfalls Freitagfrüh in Steyregg sagen. Zwei junge Männer wurden getötet, ein weiterer Mann und eine Frau überlebten schwer verletzt.
Der Unfall dürfte zwischen 3.00 und 3.30 Uhr passiert sein. Wer am Steuer des Renault Cabrios saß, ist noch nicht geklärt. Auf einem nahezu geraden Straßenstück geriet der Wagen außer Kontrolle und raste mit 190 km/h gegen zwei Bäume. Die vier Insassen, drei junge Männer und eine 25-jährige Frau, wurden herausgeschleudert.
Verletzte ließ sich zu Bekannten bringen
Die drei Männer, darunter der Freund der jungen Frau, blieben im Umkreis von 50 Metern reglos liegen. Die schwer verletzte 25-Jährige jedoch rannte zur Straße und irrte dort in ihrem Schock umher. Ein noch unbekannter Autolenker blieb stehen und bot seine Hilfe an. Die Verletzte ließ sich von ihm zu den Eltern ihres Freundes bringen.
Eltern fanden ihren toten Sohn: Die machten sich daraufhin gemeinsam mit der 25-Jährigen auf den Weg nach Linz, zum nächsten Spital. Und sie waren es auch, die bei Steyregg das Unfallszenario neben der Straße bemerkten und unter den drei Leblosen Unfallopfern auch ihren Sohn fanden – für den 26jährigen kam jede Hilfe zu spät. Auch ein 32-jähriger Bekannter war zu diesem Zeitpunkt bereits tot. Der dritte junge Mann jedoch war noch am Leben.
Die beiden tödlich verunglückten Autoinsassen wären laut Polizei auch dann nicht mehr zu retten gewesen, wenn der Unfall gleich entdeckt worden wäre. Ob Alkohol im Spiel war, ist noch nicht bekannt. Die beiden Überlebenden konnten noch nicht befragt werden.
