W: Stark verkohlte Leiche bei Brand in ehemaliger Gärtnerei gefunden
Wien (W): Am 24. Februar 2012 kam es um 17.08 Uhr im 11. Wiener gemeindebezirk am Gelände einer ehemaligen Gärtnerei, deren unterschiedliche und vorwiegend ebenerdige Bauwerke von mehreren Personen als Wohngebäude genutzt werden, zu einem Brand.
Aus unbekannter Ursache war in dem Gebäudetrakt entlang einer Straße in einem als Schlafzimmer genutzten Raum ein Brand ausgebrochen, der aufgrund der massiven Rußniederschläge in vielen Räumen vermutlich bereits längere Zeit dahinschwelte und letztlich zu einem Vollbrand des Raumes führte.
Von Bewohnern des angrenzenden Gebäudetraktes des Mitterstegs wurde der Brand entdeckt und die Feuerwehr verständigt. Vom ersteintreffenden Löschzug Simmering wurde der Brand über ein unversperrtes Garagentor über den Vorhof der Gärtnerei mit einem Rohr unter Atemschutz angegriffen.
Parallel dazu wurden die zahlreichen anderen Wohnräumlichkeiten von einem weiteren Atemschutztrupp auf verunfallte Personen hin abgesucht. Diese Tätigkeiten wurden vom zwischenzeitlich eingetroffen ersten Rüstlöschfahrzeug Landstrasse ebenfalls unter Atemschutz unterstützt.
Im Zuge der Löscharbeiten durch das Universallöschfahrzeug Simmering wurde in dem Schlafraum eine stark verkohlte Leiche in den Resten eines Bettes aufgefunden. Die Brandbekämpfung wurde deshalb auf das notwendige Ausmaß beschränkt und entsprechend umsichtig durchgeführt. Die Entrauchung des Gebäudes erfolgte hauptsächlich durch Öffnen der Fenster.
Aufgrund des derzeit starken Windes war der Einsatz von Entlüftungsgerätschaften nicht erforderlich. Mittels der Wärmebildkamera wurde der Brandraum mehrmals auf Glutnester abgesucht, diese vor allem im Deckenbereich freigelegt und abgelöscht. Der Sicherheitswache wurden die für die Tatortermittlungen relevanten Informationen des Feuerwehreinsatzes weiter gegeben. Die Räumlichkeiten bleiben im Einvernehmen mit der Sicherheitswache bis zum Abschluss der Arbeiten der Tatortgruppe vorerst unversperrt.
