Stmk: Blindes Vertrauen in GPS löst Feuerwehreinsatz aus

Stainz bei Straden (Stmk): Im Bezirk Feldbach (Steiermark) kommt es immer wieder zu Irrfahrten von Lkws, ausgelöst durch blindes Vertrauen der Fahrer zu ihren Navigationsgeräten. So auch kurz nach 07:00 Uhr morgens des 6. April 2012.
Ein mit 25 Tonnen Futtermittel beladener Sattelzug war auf dem Weg nach Ebersdorf (Gemeinde Poppendorf, Bezirk Feldbach).
Der slowenische Lenker folgte seinem Navigationsgerät vermutlich blindlings und schenkte den örtlichen Verkehrs- und Hinweisschildern keinen Glauben. In einer engen Kurve kam er in Muggendorf (Gemeinde Stainz bei Straden) auf einer steilen und schmalen Gemeindestraße mit dem Sattelzug von der befestigten Fahrbahn ab, wobei der Aufleger auch waldwärts abrutschte. Verletzt wurde dabei niemand. Durch das geladene Gewicht und den Schrägstand des Anhängers wurde die Zugmaschine angehoben.

Ein alleiniges Weiterkommen war aus diesem Grund für den Lenker nicht mehr möglich.
In einem dreistündigen Einsatz der Feuerwehren Dirnbach und Feldbach, die mit insgesamt vier Fahrzeugen und 16 Mann vor Ort waren, konnte das Gespann schließlich mit dem 40 Tonnen Bergekran der FF Feldbach sowie zwei Seilwinden – mit viel Fingerspitzengefühl Zentimeter um Zentimeter – auf die Straße zurückgehoben werden.

Danach wurde der Sattelzug mittels Seilwinde der FF Dirnbach noch bis zur Hügelkuppe gezogen, sodass der Lenker seine Fahrt danach fortsetzen konnte.
