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Deutschland: Zwei Menschen sterben bei Hausbrand

Metzingen (D): Bei einem Feuer in der Innenstadt von Metzingen sind in der Nacht auf Montag, den 14. Mai 2012, zwei Menschen ums Leben gekommen, neun weitere wurden laut Polizei verletzt.

Viele haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Es dauerte Stunden, bis die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle brachte. Die Lage sei dramatisch gewesen, sagte Feuerwehrkommandant Hartmut Holder. Mit schwerem Atemschutzgerät seien die Feuerwehrleute in das mehrere hundert Grad heiße Gebäude hineingegangen, um die Bewohner zu retten. Insgesamt waren fast 400 Rettungskräfte im Einsatz.

Feuer fordert zwei Menschenleben
Für zwei von ihnen – einen 55-jährigen Mann und eine 80-jährige Frau – kam jede Hilfe zu spät. Die beiden wurden zwar von den Einsatzkräften aus dem brennenden Haus ins Freie geholt. Doch die Reanimation durch Notärzte blieb erfolglos. Eine Obduktion soll mit letzter Sicherheit klären, woran sie starben. Elf Menschen konnten aus dem brennenden Haus gerettet werden. Ob sich noch weitere Opfer in der Brandruine befinden, konnten die Ermittler zunächst nicht mit Sicherheit ausschließen. „Wir konnten noch nicht alle Wohnungen betreten, weil teilweise die Böden durchgebrochen sind. Aber es wird niemand mehr vermisst“, sagte Holder.

Feuerwehr traf panische Bewohner an
Der erste Eindruck von der Situation vor Ort sei erschreckend gewesen, so Feuerwehrkommandant Holder. „Im ersten Obergeschoss stand eine Familie mit einem Säugling am Fenster und wollte springen.“ Ein weiterer Bewohner war bereits aus dem Fenster gesprungen. Er erlitt Knochenbrüche und wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Das Feuer sei offensichtlich in einer Tiefgarage ausgebrochen, die mehrere Häuser miteinander verbindet, sagte Polizeisprecherin Andrea Kopp. Weshalb sich die Flammen dort entzündeten und sich dann rasend schnell in dem dreistöckigen Haus ausbreiteten, war zunächst unklar. „Die Kriminaltechnik muss jetzt zum eigentlichen Ort des Brandes vordringen und schauen, welche Möglichkeiten für die Brandursache bestehen“, sagte Kopp. Die Kriminalpolizei habe für die Suche nach der Brandursache eine Ermittlungsgruppe mit 20 Beamten eingerichtet. Die Brandursache und die Schadenshöhe sind noch unbekannt.

Kein Rauchmelder im Haus
Insgesamt 50 Menschen mussten in der Nacht ihre Wohnungen verlassen und wurden zeitweise in einer Turnhalle untergebracht. „Die seelische und psychologische Betreuung wurde bereits während der Nacht sichergestellt“, sagte der Leitende Notarzt Jörg-Uwe Renz. Die Feuerwehr habe es besonders schwer gehabt, weil das betroffene Gebäude alt sei und keinerlei Brandschutzvorrichtungen existierten, betonte Feuerwehrkommandant Holder. „Was vor allem nützlich gewesen wäre: Wenn es in diesem Haus einen Rauchmelder gegeben hätte. Dann wäre das Feuer sicherlich noch schneller entdeckt worden.“

SWR.de (mit Bildern und Video)

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