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Deutschland: Trotz Halbschranken und Rotlicht Bahn gequert -> Lenker getötet

Stade (Deutschland): Am Donnerstagabend, 31. Mai 2012, kam es auf der Bahnstrecke zwischen Cuxhaven und Stade am Ortsrand von Stade gegen 19:35 Uhr zu einem Unfall zwischen einem Pkw und einem Güterzug, bei dem der Autofahrer ums Leben kam. Nach Zeugenaussagen hatte …

… der 66-jährige Stader mit seinem Mitsubishi trotz heruntergelassener Halbschranken und rotem Blinklicht versucht, den Bahnübergang zu überqueren. Ein zu dem Zeitpunkt aus Richtung Cuxhaven in Richtung Stade fahrender 34-jähriger Lokführer aus Hamburg konnte seinen ca. 600 Tonnen schweren leeren Autotransportzug nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen und kollidierte mit dem Auto. Der Mitsubishi wurde ca. 400 Meter von der Lok mitgeschleift, bis der ca. 600 m lange Zug nach der Notbremsung zum Stehen kam.

Der sofort alarmierte Stader Notarzt und die Besatzung eines Rettungswagens konnten dem in dem völlig zerstörten Wrack eingeschlossenen Fahrer nicht mehr helfen, er war bereits seinen Verletzungen erlegen. Die Feuerwehren aus Wiepenkathen und vom 1. Zug der Stadt Stade rückten mit ca. 45 Feuerwehrleuten an der Unfallstelle an und sicherten das Unfallfahrzeug und die beschädigte Lok ab. Um den Mitsubishi von der Lok zu trennen, mussten die Feuerwehrleute schweres Rettungsgerät und eine Seilwinde einsetzen.

Der THW-Ortsverband Stade wurde alarmiert, rückte mit 10 Helferinnen und Helfern an und errichtete eine Holzkonstruktion über die Schienen, damit das PKW-Wrack geborgen werden konnte. Das sich die Unfallstelle in eine Mulde mit ca. 8 m hohen Böschungen befand, waren die Helferinnen und Helfer vor besondere Herausforderungen gestellt.

Die Bundespolizei übernahm die bahnpolizeilichen Ermittlungen am Unfallort und ein Notfallmanager der Bahn kümmerte sich um die Reparatur der Lok und deren anschließende Bergung, die wohl noch bis weit in die Nacht andauern wird. Der Lokführer blieb bis auf einen Schock unverletzt. Die Bahnstrecke musste für die Zeit der Rettungs-, Bergungs- und Reparaturarbeiten voll gesperrt werden und Reisende waren gezwungen auf einen Schienenersatzverkehr mit Bussen umzusteigen.

Der Mitsubishi wurde bei dem Unfall völlig zerstört und die Lok erheblich beschädigt, der Gesamtschaden dürfte sich auf mehrere zehntausend Euro belaufen.

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