Oö: Fünf Verletzte durch Kohlenmonoxid in Linz
Linz (Oö): Durch eine defekte Gastherme waren am 24. November 2012 fünf Menschen in einem Haus an der Waldeggstraße in Linz in Lebensgefahr. Die Berufsfeuerwehr bannte die Gefahr und sperrte die Therme.
Nur fünf Tage nach einem ähnlichen Zwischenfall in Wels, bei dem zwei Menschen vergiftet worden waren, kam es gegen 13.50 Uhr in der Landeshauptstadt zu einem Einsatz für die Linzer Feuerwehr. Die Einsatzkräfte unter Offizier Dieter Jonas konnten die Gefahr rasch feststellen und nach Rücksprache mit einem Arzt wurden die Patienten in Linzer Spitäler gebracht. Kohlenmonoxid (tritt bei unvollständiger Verbrennung auf) ist eines der tödlichsten Gase: Es ist farb- und geruchlos und daher für ungeschützte Helfer nicht zu bemerken. Bei höheren Konzentrationen besteht auch höchste Explosionsgefahr.
„Weil Kohlenmonoxid eine rund 325 Mal stärkere Bindung als der Sauerstoff an das Hämoglobin – also die roten Blutkörperchen – hat, droht innerhalb kürzester Zeit Bewusstlosigkeit und der innere Erstickungstod“, sagt Intensivmediziner Thomas Meindl vom Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz. In den vergangenen 25 Jahren starben in Linz sechs Menschen durch eine Kohlenmonoxid-Vergiftung – die nicht durch ein Feuer, sondern durch defekte Thermen ausgelöst worden war – in ihrer Wohnung.
