Brand

Nö: Acht Wehren bei Glimmbrand in Großsilo im Bezirk Hollabrunn im Einsatz

Seefeld-Kadolz (Nö): Kurz vor 08:00 wurde die Feuerwehr Seefeld-Kadolz (Bezirk Hollabrunn) am 25. März 2013 zu einem Brandverdacht in einen Gutsbetrieb alarmiert. Nach einer ersten Erkundung stellte sich heraus, dass es in dem riesigen Schrotsilo zu einem Glimmbrand gekommen ist.

Update per 09.50 Uhr

Mittels einer Wärmebildkamera und mehreren Atemschutztrupps wurde der Brandherd lokalisiert. Ein direktes Ablöschen ist jedoch aufgrund der Gefahr des Aufquellens des Brandgutes bzw. der Verbauung nicht möglich. Während der anstrengenden Arbeiten wurde auch in einem zweiten Siloabschnitt ein Brandherd entdeckt. Erste Messungen zeigen im Inneren der Silos bis zu 230 Grad.

Aktuell (ca. 11.30 Uhr) stehen fast 100 Feuerwehrmitglieder von 8 Feuerwehren im Einsatz. Die Feuerwehrmitglieder versuchen Teile des Brandgutes, unter schwerem Atemschutz, aus dem Silo zu transportieren. Nicht nur die Hitze im inneren, sondern auch die Kälte im Außenbereich machen den Einsatzkräften zu schaffen. Zusätzlich wurde aus einem Spezialbetrieb ein Lkw mit Stickstoff alarmiert. Mittels Lanzen wird versucht das Brandgut zu Ersticken.

Stand per 15.30 Uhr
Der erste Brandraum (Silozelle) wurde nun zu 2/3 entleert händisch entleert). Zur Zeit haben alle Feuerwehrkräfte das Silo verlassen und die Firma Messer beginnt mir der Flutung mit 1000 kg Flüssigstickstoff (minus 196 Grad).

Feuerwehrkräfte haben dazu im unteren und oberen Bereich des Silo Zugangsmöglichkeiten geschaffen. Nach der Flutung muss noch eine komplette Silozelle entleert werden. Noch immer stehen 100 Feuerwehrmitglieder im Einsatz. Der Einsatz wird noch einige Stunden andauern.

Update 09.50 Uhr des 26. März 2013:
Fast 100 Atemschutztrupps im Einsatz
Bis in die späten Nachstunden standen Feuerwehrmitglieder im Einsatz um den Silobrand in Seefeld-Kadolz zu löschen. In den Abendstunden wurden neue Feuerwehren alarmiert um die Glutnester und Silos zu räumen. Ab 17:00 standen zeitgleich somit wieder über 100 Feuerwehrmitglieder aus 16 Feuerwehren im Einsatz.

Die Atemschutzträger waren nach meist drei anstrengenden Einsätzen schon am Ende ihrer Kräfte. Der Einsatz schien in Kürze beendet zu sein. Jedoch wurde kurz vor Mitternacht, trotz der Flutung mit Stickstoff, erneut ein Glutnest gefunden. Dieses entstand durch ein glühend heißes Rohr im inneren des Silos. Die Atemschutzträger bekämpften das Glutnest umgehend mit mehreren Feuerlöschern. Zusätzlich wurde das Rohr noch geöffnet, darin befand sich ebenfalls noch ein Glutnest. Um 01:35 ergaben die letzten Messungen mit der Wärmebildkamera keine erhöhten Temperaturen mehr und es wurde Brandaus gegeben.
Von 8:00 Uhr morgen bis 02:30 in der Nacht standen ständig rund 125 Feuerwehrmitglieder im Einsatz. Das entspricht einer Arbeitsleistung von 2.250 Stunden. Das Funktagebuch umfasst 17 Seiten, das Einsatztagebuch umfasst über 40 Seiten. 383 Atemschutzflaschen (200/300 bar) wurden gefüllt.

Bezirksfeuerwehrkommandant Johann Thürr und Einsatzleiter Andreas Dietler sind sich einig das alle Feuerwehrmitglieder großartige Leistungen erbracht haben. Bezirksfeuerwehrkommandant Johann Thürr berichtet: „Neben dem Großeinsatz in Seefeld-Kadolz mit bis zu 16 Feuerwehren zeitgleich, dem vermeintlichen Autobusunfall mit 5 Feuerwehren, kam es zu mehreren Verkehrsunfällen im gesamten Bezirk aufgrund der Witterungsverhältnisse. Nur durch unser starkes Feuerwehrsystem sind solche Leistungen machbar.“

Bezirks-Feuerwehrkommando Hollabrunn

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