Österreich: Durschnittlich eine Brandstiftung pro Tag
Österreich: Im Durchschnitt schlägt in Österreich jeden Tag ein Brandstifter zu. Zehn Prozent der Brände gehen laut Brandverhütungsstelle auf das Konto solcher Täter. An der Uni Linz beschäftigt sich am Mittwoch, 3. April 2013, ein Symposion mit dieser Form der Kriminalität.
Justiz und Polizei versuchen laufend, durch noch aufwändigere Tatortarbeit die Aufklärungsquote zu erhöhen, sie lag in Oberösterreich zuletzt nur bei 38 Prozent. Betrachtet man die Psyche der Täter, dann gibt es immer wieder Parallelen, erklärt die Psychiaterin Adelheid Kaster, die schon über zahlreiche Brandstifter Gutachten angefertigt hat.
Rache, Hass und Wut als Motive
„Die häufigsten Motive für Brandstiftungen aus forensischer Sicht sind Rache, Hass und Wut, so wie bei vielen Delikten. Insofern unterscheiden sich die Brandstifter überhaupt nicht von der Masse der anderen Delinquenten. Sie haben ganz handfeste, normale, nachvollziehbare, normalpsychologische Motive, nur die Art, diese Motive auszuleben, ist eine indirekte“, so Kastner.
„Meist konfliktscheue Menschen“
„Es handelt sich meist um eher konfliktscheue, konfliktschwache und strategiearme, aber trotzdem sehr kränkbare und leicht gekränkte Menschen, die aber eben aufgrund ihrer Konfrontationsschwäche diese Konflikte nicht direkt ausagieren können und eben auf ein heimliches, verschlagenes Mittel zurückgreifen, um ihrer Wut Luft zu machen.
In den meisten Fällen handelt es sich bei den Tätern übrigens um junge Männer.
