Oö: Feuerwehren des Bezirks Linz-Land legen eindrucksvolle Bilanz

Linz-Land (Oö): Eine eindrucksvolle Leistungsbilanz haben am 18. April 2013 im bis auf den letzten Platz gefüllten Kultur- und Sportzentrum Hörsching die Feuerwehren des Bezirkes Linz-Land gelegt.
Die 45 Feuerwehren wurden zu 1.110 Brandeinsätzen und 2.377 technischen Hilfeleistungen gerufen. Die Zahl der Brandeinsätze blieb damit auf dem Niveau der Vorjahre nahezu unverändert, im technischen Hilfsdienst war nach Jahren mit Sturm und Hochwasserereignissen ein deutlicher Rückgang von 3.109 im Jahr 2011 auf 2.377 Hilfeleistungen im Vorjahr zu verzeichnen. Für diese Hilfeleistungen wurden von den 45 Feuerwehren in Summe 35.373 Stunden aufgewendet. Addiert man hierzu den Zeitaufwand für Schulung und Übungen, Wartung und Instandhaltung sowie vorbeugenden Brandschutz, ergibt sich die Gesamtsumme von 239.503 Stunden, die die Feuerwehrmänner und –frauen im Vorjahr geleistet haben. Eine Gegenüberstellung der Einsatzstunden mit jenen die außerhalb der Einsatztätigkeit aufgewendet werden bringt folgenden Ergebnis: Für jede Einsatzstunde werden rund 7 Stunden für Ausbildung, Wartung, Administration, Arbeiten im Feuerwehrhaus usw. aufgewendet.

Problematisch gestaltet sich – trotz der jahrelangen Bemühungen der Feuerwehren – neue Mitglieder aus der Altersgruppe der Jugendlichen zu gewinnen. Zwar haben die Feuerwehren einen ausgezeichneten Ruf, neue Mitglieder, die nicht im Einflussbereich der Feuerwehren aufgewachsen sind, sind allerdings nur schwer zu gewinnen: 2012 war der Mannschaftsstand erstmals in allen Altersgruppen (Jugendfeuerwehr, Aktivstand und Reservisten) rückläufig. Er beläuft sich zu Jahresende 2012 auf 3.183 Männer und Frauen. „Wenn wir hier nicht gegensteuern, werden wir ein Problem bei der Gewinnung neuer Mitglieder haben“, sagt Bezirks-Feuerwehrkommandant Ing. Wolfgang Lehner. Er setzt aber große Hoffnungen in das neue Schulprojekt „Gemeinsam.Sicher.Feuerwehr“, das gezielt den Kindern Wissen im Brand- und Katastrophenschutz vermitteln soll. Positiver Nebeneffekt könnte sein, dass die Feuerwehr dadurch an Attraktivität gewinnt. „Wenn es uns gelingt, diese positive Stimmung unter den Kindern für die Feuerwehren zu nutzen, könnte das durchaus zu einer Entspannung des Problems beitragen“, ist Lehner überzeugt.

Feuerwehren sichern die Zukunft (mit)!
Bezirks-Feuerwehrkommandant Lehner betonte in seinem Bericht: „Die Feuerwehren haben Verantwortung übernommen und tragen ihren Teil zu diesem Sicherheitssystem bei: Jeder Bürger kann sich darauf verlassen, dass wir da sind, „wenns brennt“ im weitesten Sinne. Das ist sein gutes Recht, dafür will er seine Steuern verwendet wissen. Zu ihrer Gründerzeit war die Feuerwehr tatsächlich nur „Feuer-Wehr“, heute sind wir der Garant für Unfall-, Brand- und Katastrophenschutz. Jede Zeit verlangt Lösungen für ihre speziellen Probleme. Die Feuerwehren haben diese Herausforderungen immer angenommen, haben sich mit neuen Gerätschaften, mit Schulungen und vielen Übungen diesen Aufgaben erfolgreich gestellt. Wenn wir heute über die Zukunft der Feuerwehren diskutieren und das vor dem Hintergrund knapperer Finanzmittel, ist das eine Debatte, die mit Augenmaß geführt werden muss. Jedes System lässt sich verbessern und optimieren. Zu sparen, ohne das Ziel zu kennen, das erreicht werden soll, wird nicht funktionieren.
Lehner ist überzeugt, dass die Feuerwehren auch in Zukunft bestmöglich ausgestattet sein müssen. Wir alle, Politik und Feuerwehren, sind gut beraten, an einer gemeinsamen Zukunft zu arbeiten. Die Bevölkerung vertraut den ehrenamtlich tätigen Hilfsorganisationen, sie vertraut den Feuerwehren. Wir sichern heute die Gegenwart und werden morgen die Zukunft sicher machen.
