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Stmk: Schinkenwanderung für einen guten Zweck

Steiermark: Ein rund zehn Jahre alter und 13 Kilogramm schwerer Vulcano-Schinken wurde Anfang April 2013 von der Steiermark – auf einer Strecke von rund 370 Kilometer – auf Schusters Rappen nach Wien gebracht. Für jeden zurückgelegten Kilometer spenden …

… Streckenpaten 100 Euro, die der Kleine-Zeitung-Aktion „Steirer helfen Steirern“ gewidmet wurden. Über 40.000 Euro, so die Organisatoren, brachte der Fußmarsch für die Aktion “Steirer helfen Steirern” ein. Auch die Freiwillige Feuerwehr Riegersburg unterstützte dieses karitative Vorhaben.

Am 1. April fiel der Startschuss in Auersbach, dem Sitz der Vulcano-Schinkenmanufaktur. Schnee und Kälte waren, neben dem Gewicht des Schinkens in der Butte, große Herausforderungen für die vielen freiwilligen Wanderer. Zum Ziel hatten es sich die Organisatoren gemacht, am 11. April in Wien einzutreffen – rechtzeitig zum Start des traditionellen Steirerfestes am Wiener Rathausplatz. Die rund 370 km lange Strecke wurde, in Einzeletappen unterteilt, von Freiwilligen bewerkstelligt. Die einzelnen Etappenlängen lagen im Durchschnitt zwischen zwei und sieben Kilometern. Die Freiwillige Feuerwehr Riegersburg hat sich dazu entschlossen, dieses Projekt zu unterstützen und einen Tag mit insgesamt zehn Etappen bei einer Streckenlänge von 45 Kilometern zu übernehmen.

Drei Tage nach dem Start in Auersbach, am 04. April 2013, war es für die Riegersburger Florianis sowieit. Um 7:00 Uhr morgen sollten sie am Schöckl, beim Stubenberghaus, die Butte übernehmen. Witterungsbedingt tauchte frühmorgens sogleich das erste Problem auf. Wie sollten sie rechtzeitig auf den Schöckel kommen? Nach Angaben der Stubenbergwirtin müsste bei der Landesregierung angesucht werden, um mit einem Auto hinauffahren zu dürfen. Guter Rat war teuer.

Als Retter in der Not zeigte sich die Freiwillige Feuerwehr St. Radegund. Deren Kommandant, HBI Franz Sauseng, half den Riegersburger Feuerwehrkameraden sehr unbürokratisch. Er stellte ihnen sofort das Mannschaftstransportfahrzeug samt Zugskommandanten zur Verfügung, um die Südoststeirer zu ihrem Ziel, das eigentlich ja erst der Start ihrer Etappe war, zu bringen. Somit war die Hürde genommen, der Schinken konnte übernommen werden.

Erster Wanderer mit der Schinkenbutte war Abschnittsbrandinspektor Josef Katschner. Bei tief winterlichen Verhältnissen ging es in Richtung Passail, wo letztlich Riegersburgs stellvertretender Feuerwehrkommandant, OBI Franz Zehethofer, mit dem kulinarischen Rückengepäck, in Begleitung der Mannschaft, in Passail einmarschierte. Die Wanderer wurden beim örtlichen Einkaufszentrum mit Musik empfangen.
Bauernbunddirektor DI Franz Tonner schloss sich in Passail dem Wandertross an. Mit kurzen Hosen trotzte er den winterlichen Bedingungen. Nach kurzer Verschnaufpause machte sich der „Schinken“ weiter auf seinen Weg nach Wien.

Der Aufstieg in Richtung Sommeralm war besonders herausfordernd, versank die Gruppe doch immer wieder hüfthoh im Schnee, auch war es schwierig, sich im tief verschneiten Wald zu orientieren. Trotz höchster körperlicher Anstrengung im Wettlauf gegen die Zeit, war es bei der Ankunft auf der Sommeralm bereits dunkel. Somit war ein Weiterkommen an diesem Tag nicht mehr möglich.

Diesem Umstand Rechnung tragend, entschied sich der Veranstalter kurzfristig, die Route zu ändern. Der Tag nahm nach mühevollen und beschwerlichen 30 Kilometern zu Fuß ein Ende. Nach diesen Strapazen waren eigentlich alle Wanderer froh, dass der Tag an diesem Punkt – vor allem unfallfrei – zu Ende war.
Auch wenn die Riegersburger Florianis die ursprünglich geplante Etappenlänge von 45 Kilometern nicht in deren vollem Umfang umsetzen konnten, wurde durch das Mitwirken an dieser Benefizaktion dennoch ein Beitrag von 4.500 Euro erwandert, der an die Aktion „Steirer helfen Steirern“ erging.

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