Italien: Autobus stürzt 30 m in die Tiefe: Mindestens 38 Tote
Italien: Bei einem verheerenden Busunglück im Süden Italiens sind Sonntagabend, 28. Juli 2013, mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. Ein voll besetzter Reisebus war auf dem Rückweg von einer Pilgerfahrt bei Neapel auf einer Brücke von der Straße abgekommen und 30 Meter in die Tiefe gestürzt.
Ein voll besetzter Reisebus ist Sonntagabend auf einer Autobahn in der Nähe der süditalienischen Metropole Neapel in einen Stau gerast. Anschließend stürzte er von einer Brücke rund 30 Meter in die Tiefe. 38 Tote wurden bisher geborgen, weitere Opfer werden befürchtet.
Der Reisebus rammte auf dem Rückweg von einem Ausflug nahe der Stadt Avellino in der Region Kampanien auf der Autobahn mehrere Autos, bevor er die Leitschienen durchbrach und von der Brücke in eine Schlucht stürzte, wo er in unwegsamem Gelände liegen blieb, berichtete die Nachrichtenagentur ANSA. Unter den Opfern sind demnach auch viele Kinder.
Der verheerende Crash ereignete sich auf der Autobahn Neapel – Bari zwischen Monteforte Irpino und Baiano. Insgesamt sollen knapp 50 Menschen mit dem Bus unterwegs gewesen sein. Wie italienische Medien berichteten, handelte es sich um eine Pilgerreise. Die Opfer sollen aus den Orten Giugliano, Mugnano und Marano in der Nähe von Neapel stammen. Die Überlebenden wurden mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser in Neapel gebracht. ANSA zufolge sind unter ihnen sechs Kinder, von denen sich zwei Montagfrüh noch in kritischem Zustand befanden.
Schwierige Bergung
Die Bergungsarbeiten gestalteten sich wegen des unwegsamen Geländes schwierig. Helfer bargen Dutzende Leichen aus dem Wrack des Busses. Drei weitere Tote wurden unter dem völlig zerstörten Fahrzeug gefunden. An der Unfallstelle wurden die Leichen zunächst mit Tüchern bedeckt auf der Straße aufgereiht. Berichten zufolge ist auch der Busfahrer unter den Toten.
Montagfrüh wurden Särge mit den Opfern in eine Schule in Monteforte Irpino gebracht, wo auch die Angehörigen Gelegenheit haben sollten, Abschied zu nehmen. Warum der Bus gegen 20.30 Uhr so schnell auf das Stauende auf der A16 auffuhr, war zunächst nicht bekannt.
Geplatzter Reifen als Ursache?
Laut Aussagen von Überlebenden soll ein Reifen auf der linken Seite des Fahrzeuges geplatzt sein, während der Bus auf einem Viadukt der Autobahn unterwegs war. Der Busfahrer habe demnach vergebens versucht, das Fahrzeug zu bremsen. Der steile Viadukt, auf dem auch Bauarbeiten im Gange waren, gilt als gefährlich. Hier war es schon öfters zu tödlichen Unfällen gekommen, berichteten italienische Medien. Die Autobahn blieb nach dem Unfall stundenlang gesperrt.
