Übungen

Tirol: Große Einsatzübung „Flugzeugabsturz in Birgitz“

Axams (Tirol): Aufgrund dessen, dass sich die Feuerwehren des westlichen Mittelgebirges in der Einflugschneise der Landebahn 08 vom Flughafen Innsbruck befinden, wurde am Donnerstag, den 19.09.2013, eine Großschadensübung mit der Übungsannahme Passagierflugzeugabsturz in Birgitz abgehalten.

Diese ist von äußerster Dringlichkeit, um bei einem wirklich eintretenden Flugzeugabsturz bestens darauf vorbereitet zu sein.

Um 19.30 Uhr wurde die Feuerwehr Birgitz als erste mittels Sirene alarmiert. Sofort wurde vom Einsatzleiter Alarmstufe 3 ausgelöst, da es sich um einen Absturz von einem Passagierflugzeug mit ca. 30 Verletzten und 3 Vermissten Personen handelte. Dabei wurden die Feuerwehren Axams, Brigitz, Götzens, Grinzens, Mutters, Natters, Kreith, die Berufsfeuerwehr Innsbruck und die Flughafenfeuerwehr Innsbruck alarmiert. Vor Ort wurde sofort von der Feuerwehr Birgitz ein erster Löschangriff mittels Monitor vorgenommen. Auch rüstete sich ein Atemschutztrupp aus, um in die Kabine des Flugzeuges zu kommen und die Personen zu retten. Nach und nach rückten immer mehr Einsatzkräfte und Fahrzeuge an, so wurde sofort ein umfassender Löschangriff aufgebaut und gleichzeitig eine große Personenrettung mittels mehrerer Atemschutztrupps durchgeführt.

Die Feuerwehr Axams, welche mit dem KLF und der DLK 30 vor Ort war, legte einerseits die Speiseleitung vom Tennisplatz bis zum Übungsobjekt und kühlte anschließend das Flugzeugwrack von der DLK aus, um die Personenbergung zu vereinfachen. Gespeist wurde die Drehleiter vom ULF und vom TLFA 3000 der Berufsfeuerwehr Innsbruck.

Mehrere Personen waren auch in einem Fahrzeug eingeklemmt, welches unter das Fahrwerk vom Flugzeug geriet. Diese Personen wurden von der Feuerwehr Götzens mittels Bergeschere befreit und der Rettung Übergeben.

Um die große Anzahl an Verletzten zu behandeln, wurde von der Rettung ein Katastrophenzentrum im Sportplatz errichtet. Dies ist allerdings nur mit einem Großaufgebot an Rettungsfahrzeugen und Einsatzkräften möglich, so standen allein von der Rettung ca. 50 Sanitäter und Notärzte mit 30 Fahrzeugen im Einsatz. Eine Nachalarmierte Hundestaffel suchte nach den vermissten Personen im angrenzenden Feld.

Da es sich bei dem Übungsgelände um eine nur einspurig befahrbare Straße handelt, ist die Aufstellung der Fahrzeuge von großer Bedeutung, da ein anschließendes Rangieren fast unmöglich ist, da die Feuerwehrfahrzeuge bereits aneinander gereiht anfuhren. Auch wurden für die bestmögliche Kommunikation mehrere Einsatzabschnitte eingerichtet. Eine Lageführung, die ebenfalls von der Feuerwehr Götzens aufgebaut wurde, sorge hierfür noch für einen besseren Überblick.

Nach ca. 2 Stunden waren alle Personen der Rettung übergeben und alle Brände wurden erfolgreich gelöscht. Die Übung konnte, nach einer kleinen Übungsnachbesprechung, beendet werden. Eine spezielle Übungsnachbesprechung folgt in einigen Tagen, wir werden darüber auch noch einen Bericht schreiben.

Einsatzleiter: AK ABI Walter STOCKNER

Im Einsatz:
• Feuerwehr Axams mit KLF, DLK 30 und 15 Mann
• Feuerwehr Birgitz mit MTF, TLFA 2000, KLF und 25 Mann
• Feuerwehr Götzens mit KDOFA, TLFA 3000, LFB und 25 Mann/Frau
• Feuerwehr Grinzens mit BLFA, LFBA und 20 Mann
• Feuerwehr Mutters mit TLFA 2000 und 10 Mann
• Feuerwehr Natters mit TLFA 2000, LF 2, LAST und 20 Mann
• Feuerwehr Kreith mit BLFA und 9 Mann
• Berufsfeuerwehr Innsbruck mit TLFA 3000/500, ULF, LAST 2 und 15 Mann
• Flughafenfeuerwehr Innsbruck mit ELW und 5 Mann
• Rettungsdienst mit ca. 30 RTW, GUF, ELW und 50 Mann/Frau

Freiw. Feuerwehr Axams

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